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Dublin Kultur

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Kultur


Einleitung

Dublins reiche literarische Kultur hat zu einer bluehenden Filmindustrie und einem vielseitigen Theaterrepertoire aus Klassischem und Zeitgenoessischem gefuehrt. Das Kulturleben spielt sich vor allem im Bezirk Temple Bar ab. Zu den jaehrlichen Hoehepunkten gehoeren das Dublin Theatre Festival Ende Sept./Anfang Okt. und das Dublin Film Festival im Maerz. Dazwischen gibt es ein abwechslungsreiches Veranstaltungsangebot.

Die meisten Karten koennen direkt vor der Veranstaltung am Auffuehrungsort gekauft werden und kosten zwischen 4 € und 63,50 € (fuer die besten Opernkarten). Karten sind auch bei den HMV-Geschaeften in der Henry Street und Grafton Street, bei Dublin Tourism, Suffolk Street (nur Direktverkauf) und bei Ticketmaster (Tel: (01) 456 95 69. Internet: www.ticketmaster.ie) erhaeltlich.

Im Internet (www.entertainment.ie) gibt es eine gute Informationsquelle fuer Veranstaltungen in ganz Irland. Nuetzliche Veranstaltungshinweise fuer Dublin bietet das Magazin InDublin. Die Programmhinweise auf der Webseite der Touristeninformation Dublin Tourism (Internet: www.visitdublin.com) werden taeglich aktualisiert.

Film

In Dublin fand die erste oeffentliche Filmauffuehrung am 20. April 1896 statt, das erste Kino namens Volta wurde 1909 von James Joyce eroeffnet. Heute befindet sich die irische Filmszene mit Dublin im Mittelpunkt nach Meinung vieler in einer Bluetezeit. John Houstons liebevolle Verfilmung einer Kurzgeschichte aus James Joyces Dubliners, The Dead (1987), wurde zu seinem letzten Film. Zwei Jahre spaeter folgte Jim Sheridans Filmadaption von My Left Foot des Dubliner Schriftstellers/Kuenstlers Christy Brown, die Sheridan internationale Anerkennung und seinem Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis einen Oskar einbrachte. Educating Rita (1983), Michael Collins (1996) und The General (1999) gehoeren zu den bekanntesten Filmen der juengeren Zeit, die Dublin auf Zelluloid bannten, gemeinsam mit Alan Parkers Film The Commitments (1991), der Roddy Doyles Geschichte von jungen, entschlossenen Dublinern und ihrem Traum vom Erfolg in der Musikszene einem weltweiten Publikum vermittelte. Roddy Doyle hat außerdem seine eigene Produktionsfirma namens Deadly Films.

Experimentalfilme werden im Irish Film Centre (IFC), 6 Eustace Street (Tel: (01) 677 87 88) und im Screen, DOlier Street (Tel: (01) 672 55 00), gezeigt. Zu den Mainstream-Kinos gehoeren u. a. das Savoy, 16-17 OConnell Street Upper (Tel: (01) 874 84 87), und das riesige Virgin Multiplex in der Parnell Street (Tel: (01) 872 84 44). Kinoprogramme werden in den Tageszeitungen Irish Times und Evening Herald sowie vom Irish Film Centre veroeffentlicht.

Kulturelle Veranstaltungen

Die groeßte kulturelle Veranstaltung ist der St. Patricks Day am 17. Maerz, an dem wegen der ausgiebigen irischen Nationalfeierlichkeiten die ganze Stadt zum Stillstand kommt. Im Sommer, in den ersten beiden Juniwochen, findet das AIB Music Festival statt, bei dem in verschiedenen georgianischen Haeusern Dublins erstklassige Kammermusikkonzerte veranstaltet werden. Die groeßte literarische Veranstaltung des Jahres ist der Bloomsday, an dem die einflußreichen Werke von James Joyce gefeiert werden. Er findet jeweils am 16. Juni statt, an dem Tag, an dem einst der Protagonist Leopold Bloom aus Joyces Roman Ulysses in der Stadt umherwanderte. Die ersten beiden Oktoberwochen versprechen einen weiteren kulturellen Hoehepunkt das Dublin Theatre Festival, an dem diverse Auffuehrungsorte beteiligt sind. Ende November werden mit dem Murphys Unplugged Comedy Festival leichtere Toene angeschlagen, wenn die besten oertlichen und internationalen Comedy-Talente in Dublin auftreten.

Literarische Anmerkungen

Dublins literarische Geschichte geht mit dem Book of Kells bis mindestens 800 n. Chr. zurueck, die literarischen Groeßen Dublins waren jedoch hauptsaechlich im 19. und 20. Jahrhundert taetig. Dracula wurde im 19. Jahrhundert vom gebuertigen Dubliner Bram Stoker geschrieben, dessen Familiengruft sich in der St. Michans Church befindet und von Vampirfreunden sicher gerne besucht wird. Oscar Wilde, George Bernard Shaw und ganz besonders James Joyce hatten nicht nur großen Einfluß auf die irische, sondern auch die europaeische Literatur. James Joyces anspruchsvolles Monumentalwerk Ulysses (1922) gilt bei vielen Literaturkritikern als der beste Roman aller Zeiten. Den Nobelpreis fuer Literatur gewannen 1923 W. B. Yeats, 1925 George Bernard Shaw, der Autor von Pygmalion (1916), und 1969 Samuel Beckett. Der bekannte Schriftsteller und Trinker Brendan Behan, Autor von The Borstal Boy (1958) und The Hostage (1965), fand im Pub McDaids in der Harry Street Inspiration. Zu den heute erfolgreichen Schriftstellern gehoeren Christy Brown, Autorin von My Left Foot (1989), Roddy Doyle, dessen Roman Paddy Clarke Ha Ha Ha 1993 den Booker-Preis gewann, sowie Maeve Binchy mit ihren zahlreichen Bestsellern, u. a. The Lilac Bus (1992) und Circle of Friends (1991).

Musik

Die Opera Ireland (Tel: (01) 453 55 19), die innovative Opera Theatre Company (Tel: (01) 679 49 62, 670 83 26), die zeitgemaeße Gruppe Concorde (Tel: (01) 52 28 67) und das eher konservative National Symphony Orchestra (Tel: (01) 208 27 73) treten alle regelmaeßig in verschiedenen Veranstaltungsorten auf. In Dublin gibt es kein Opernhaus, stattdessen finden musikalische Auffuehrungen im Gaiety Theatre (s. Theater weiter unten), in der National Concert Hall, Earlsfort Terrace (Tel: (01) 475 15 72. Internet: www.nch.ie) Dublins fuehrender Veranstaltungsstaette fuer klassische Musik und in der Hugh Lane Gallery, Charlemont House, Parnell Square North (Tel: (01) 874 19 03. Internet: www.hughlane.ie) statt. Die groeßten Konzerte (Klassik und Pop) finden in The Point, East Link Bridge (Tel: (01) 836 36 33) statt. Riverdance, klassische Musik und Ballett werden hier aufgefuehrt sowie große Popkonzerte. Die RDS (Royal Dublin Society) Concert Hall, Ballsbridge (Tel: (01) 688 08 66), wird sowohl fuer große Pop- und Rockveranstaltungen als auch kleinere Klassikkonzerte genutzt.

Tanz

Zu den Dubliner Tanztruppen, die in den Theatern der Stadt eine gelungene Mischung aus Dichtung, Musik und Theater auffuehren, gehoeren u. a. das CoisCim Dance Theatre, das Rubato Ballet und das Irish Modern Dance Theatre. Die Association of Professional Dancers (Verband der Berufstaenzer) 1 Harrington Street (Tel: (01) 478 11 30), erteilt weitere Auskuenfte zu Auffuehrungen und Festivals, u. a. zu Riverdance (Internet: www.riverdance.com). Nach ein oder zwei großen Glaesern Bier kann im OSheas Merchant Pub, 12 Bridge Street Lower (Tel: (01) 679 37 97), jeder sein Tanzbein zu traditioneller irischer Musik schwingen.

Theater & Konzerte

Irlands Nationaltheater, das Abbey Theatre, befindet sich in der Abbey Street (Tel: (01) 87 87 22. Internet: www.abbeytheatre.ie), wurde 1904 von W. B. Yeats gegruendet und ist eine historische, verlaeßliche Staette fuer ausgezeichnete irische Stuecke. Das Peacock Theatre im gleichen Gebaeude wie das Abbey Theatre zeigt vor allem experimentelles Theater. Orson Welles und James Mason begannen ihre Schauspielkarrieren im Gate Theatre, 1 Cavendish Row (Tel: (01) 874 40 45), das immer noch sehr erfolgreich ist. Das aelteste Variettheater der Stadt, das Olympia Theatre, 72 Dame Street (Tel: (01) 677 77 44), sowie das Gaiety Theatre, South King Street (Tel: (01) 677 17 17. Internet: www.gaietytheatre.com), haben ausgesprochen vielseitige Programme von irischen Klassikern bis zu Weihnachtsmaerchen. Das Projects Arts Centre, Temple Bar (Tel: (01) 679 66 22. Internet: www.project.ie), hat ein abwechslungsreiches Programm mit Dichterlesungen, Theater und Tanz.

In dem Einkaufszentrum Crossridge Investments in Dundrum befindet sich das Mill Theatre (Internet: www.milltheatre.com). Es verfuegt ueber rund 260 Sitzplaetze und zeigt Tragoedien, Komoedien und Tanz- und musikalische Auftritte.



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