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Länderinformationen Brasilien

Brasilien Wirtschaftsprofil


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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige

Brasilien ist das fuenftgroeßte Land der Welt und hat die groeßte Volkswirtschaft Lateinamerikas und die zehntgroeßte Volkswirtschaft der Welt. Es verfuegt ueber reiche Ressourcen wie Bodenschaetze, Wasserkraft, Arbeitskraefte und gute Bedingungen fuer die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevoelkerung ist in der Landwirtschaft taetig, aber auch die herstellende Industrie (Nahrungsmittel, Metallverarbeitung, Maschinen- und Autobau, Textilien, Schuhe) und der Bergbau spielen eine bedeutende Rolle. 2008 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 6,7 %, des Dienstleistungssektors rund 65,3 % und der verarbeitenden Industrie 28 %.

Brasilien steht in der Weltrangliste der landwirtschaftlichen Exporteure an zweiter Stelle. Vor allem Kaffee, Sojabohnen, Orangensaft, Zucker, Kakao, Gefluegel und Rindfleisch werden ausgefuehrt. Außerdem werden Sisal, Tabak, Mais und Baumwolle angepflanzt. Die industrielle Produktion konzentriert sich auf die Herstellung von Maschinen, elektrischen Geraeten, Baumaterialien, Gummi, Chemikalien und Fahrzeugen. Eisenerz, Bauxit, Gold, Titan, Mangan, Kupfer und Zinn werden in großen Mengen abgebaut Brasilien zaehlt zu den wichtigsten globalen Rohstofflieferanten und ist der groeßte Eisenerz-Exporteur der Welt. Bis auf Öl liefert das Land fast jeden an den Terminmaerkten gehandelten Rohstoff. Obwohl immer mehr Erdoel gefoerdert wird, muss der riesige Bedarf durch saudi-arabische Importe gedeckt werden.

Wirtschaftslage

Zwischen 2001 und 2003 verzeichnete die brasilianische Wirtschaft nur ein Wachstum von durchschnittlich 1,1%, weil das Land in dieser Zeit gleich mehrere nationale und internationale wirtschaftliche Krisen erlitt. Überstanden hat Brasilien die Krisen durch die vom frueheren Praesidenten Cardoso 1994 eingeleitete und von Praesident Lula da Silva fortgesetzte Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die drei Saeulen dieser Politik sind die Verminderung der Inflation, ein rigoroses Sparprogramm sowie freie Wechselkurse, die die Auswirkungen von Dollarkursschwankungen auf die Konjunktur verhindern.

2004 und 2005 schließlich bescherte der Exportboom der Wirtschaft Brasiliens ein außergewoehnlich gutes Wachstum, das sich 2007 (5,4 %) und 2008 (5,1 %) fortsetzte. Weitere positive Entwicklungen waren in 2004 und 2005 sinkende Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig steigende Realeinkommen. Brasilien profitierte in den letzten Jahren sehr stark vom Rohstoffboom, und so konnte die Staatsverschuldung durch die erheblichen Handelsueberschuesse weiter abgebaut werden. Lag die Arbeitslosenquote 2007 noch bei 9,3 %, verringerte sie sich 2008 auf 7,4 %. Eine Folge der weltweiten Finanzkrise ist eine erhoehte Inflationsrate von 5,7 % (2008); 2007 betrug sie noch 3,6 %.

Wirtschaftspolitik

Ein mittelfristiges Ziel von Praesident Lula da Silva ist, die schlechte Infrastruktur zu verbessern. Kaputte Haefen, Straßen und Schienennetze sollen modernisiert werden, um den reibungslosen Transport von einem immer groeßer werdenden Warenfluss in Zukunft gewaehrleisten zu koennen.

Die Handelsbeziehungen mit China (VR) sowie mit der Russischen Foederation, Indien, Suedafrika und einigen arabischen Laendern sollen intensiviert werden, um die Abhaengigkeit von den jetzigen Haupthandelspartnern EU und USA zu vermindern.



Handelspartner


Die wichtigsten Außenhandelspartner Brasiliens sind Europa (23,7 %), die USA (14 %) sowie China, Argentinien und Mexiko.



Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Brasilien ist Mitglied in den regionalen Wirtschaftszusammenschluessen ALADI und Mercosur (suedamerikanische Freihandelszone).

Umgangsformen

Anzug und Krawatte bzw. Kostuem oder Kleid sind angebracht. Termine (moeglichst mit gleichrangigen Partnern) sollten im Voraus vereinbart werden; Visitenkarten sind ueblich. Geschaeftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Brasilianisch-Deutsche Handelskammer (Buero Rio de Janeiro)

Avenida Graca Aranha, 1-6 andar, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ

Tel: (021) 22 24 21 23.

Internet: www.ahk.com.br

Es gibt weitere AHK-Niederlassungen u.a. in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz

c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zuerich

Tel: (044) 699 54 47.

Internet: www.latcam.ch

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