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Länderinformationen Brasilien

Brasilien Urlaubsorte & Ausfl³ge


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Urlaubsorte & Ausfluege

Der Norden

Die Bundesstaaten Amazonas (groeßter brasilianischer Staat), Par, Acre, Rondônia, Roraima, Amap und Tocantins umfassen 3.887.800 qkm, haben aber insgesamt nicht mehr als 10.157.000 Einwohner. Der Norden besteht fast ausschließlich aus dichtem Regenwald. Infolge von Straßenbau und ausgedehnten Brandrodungen kann von einer ungestoerten Natur in manchen Regionen nicht mehr die Rede sein. So fuehrt die Transamazonika-Straße 5000 km quer durch das Amazonasgebiet, parallel zum Fluss von Ost nach West. Der Amazonas, einer der groeßten Fluesse der Welt, fuehrt zwoelfmal so viel Wasser wie der Mississippi. Er ist 6577 km lang und hat ueber 200 Nebenfluesse. Amazonasfahrten von Iquitas (Peru) nach Manaus sind moeglich.

Manaus, die Hauptstadt von Amazonas, ist eine Freihandelszone. Die neo-klassizistische Fassade des 1896 fertig gestellten Amazonas-Theaters ist sehenswert. Der Innenraum ist im Jugendstil gehalten. Die Kuppel mit blauen, roten, gruenen und gelben Kacheln ist ueberall in der Stadt zu sehen und ein guter Orientierungspunkt. Der Amazonas und seine Nebenfluesse laden zu Bootsfahrten und Angelausfluegen ein. Der Regenwald des Amazonas ist der groeßte der Welt. Sein Gebiet bedeckt 40% der Gesamtflaeche Brasiliens. Hier sind 1800 verschiedene Vogelarten und 250 Saeugetierarten heimisch, die meisten Pflanzen- und Tierarten weltweit. Der Amazonas-Regenwald produziert 50% des weltweiten Sauerstoffvorrates. Das Amazonas-Becken und seine Auslaeufer liefern 20% des Frischwassers der ganzen Welt. Hier gibt es besonders viele Wasserpflanzen. Die bekanntesten sind die Victoria-Régina-Seerosen, die einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. 1500 Fischarten leben in diesem Flusssystem. In Belém gibt es praechtige Kirchen, einen schoenen Zoo und einen großen Wochenmarkt. Besonders sehenswert ist die Basilika Nossa Senhora de Nazaré, Schauplatz der jaehrlichen Crio de Nazaré. Das Goeldi-Museum hat die weltgroeßte Sammlung exotischer Pflanzen. Ilha de Maraj (Maraj-Insel) war die Wiege der Marajoara-Zivilisation. Wer Glueck hat, kann hier Eier legende Meeresschildkroeten beobachten. Die Ortschaft Santarém ist besonders fuer Angler interessant, in Rio Branco findet man ein Handarbeitszentrum. In Pôrto Velho sollte man sich das Eisenbahnmuseum ansehen. Macapé liegt am Äquator, hier fließt der Amazonas ins Meer. Boa Vista ist fuer seine Tropenbaeume bekannt.

Der Nordosten

Der Nordosten wird auch Goldkueste genannt und umfasst die Bundesstaaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Paraba, Rio Grande do Norte, Cear, Fernando de Noronha, Piaui und Maranho. 42,8 Mio. Einwohner leben auf ca. 1.600.000 qkm. Die Region ist bekannt fuer historische und folkloristische Traditionen sowie fuer wunderschoene Straende.



Salvador
, die Hauptstadt Bahias, war einst die bedeutendste Stadt Brasiliens. Heute ist sie Zentrum des Candomblé, des wichtigsten afrobrasilianischen Kultes des Landes. Salvador besteht aus einer Unterstadt, die auf der Hoehe des Meeresspiegels liegt und einer Oberstadt, die zu Fuß ueber Treppen oder per Aufzug erreichbar ist. In der Unterstadt befindet sich Salvadors sehenswerter Kunstgewerbemarkt, der Mercado Modelo. Haeufig in der Unterstadt anzutreffen sind die Capoeira-Taenzer. Capoeira ist ein Kampftanz, der urspruenglich von Sklaven entwickelt wurde. Der Tanz ist sehr beeindruckend, er wird von den Berimbaus (Ein-Saiten-Instrument) begleitet. In der Oberstadt schmuecken unzaehlige Kirchen das Stadtbild. Das Kloster So Francisco de Assis und die Kirche Nosso Senhor do Bonfim sind besonders eindrucksvoll. Die Altstadt von Salvador wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Karneval in Salvador ist ein unvergessliches Erlebnis. Hervorragende Straende saeumen die Stadt. Auf Itaparica erwarten den Besucher einsame, von Palmen gesaeumte Straende. Die Insel kann man von Salvador aus mit der Faehre erreichen (Fahrzeit 40 Min.). Prunkvolle Kirchen und Kolonialbauten sind typisch fuer die Staedte Ilhéus, Pôrto Seguro und Aracaju. Pôrto Seguro ist von besonderer historischer Bedeutung: Hier setzte Pedro lvares Cabral, der Entdecker Brasiliens, im Jahre 1500 zum ersten Mal seinen Fuß auf brasilianischen Boden. Der Serra da Caivara Nationalpark im Bundesstaat Piaui zaehlt ebenfalls zu den acht UNESCO-Kultur- und Naturdenkmaelern in Brasilien und bietet zahlreiche interessante Gesteinsformationen und bis zu 25.000 Jahre alte Hoehlenmalerei. In Macei wird man in die Kolonialzeit zurueckversetzt. Ganze Stadtteile sind erhalten geblieben und zeichnen sich durch ihre weißen Haeuser mit roten Ziegeldaechern aus. Zahlreiche Kanaele und Wasserwege fuehren durch Recife, dem Venedig Brasiliens. Recife war bis 1677 unter niederlaendischer Herrschaft. Die Insel Itamarac ist mit dem Festland durch eine Bruecke verbunden. Das Fort Orange wurde 1631 von den Hollaendern erbaut. In der Stadt Caruaru ist fast jeder ein Kuenstler. Nach UNESCO-Angaben ist es das groeßte Zentrum fuer Folklorekunst Suedamerikas. In der Karwoche findet im nahe gelegenen Fazenda Nova das jaehrliche Passionsspiel statt. Bauwerke aus der Kolonialzeit, erholsame Straende und ausgezeichnetes Kunsthandwerk zeichnen die Staedte Olinda, Natal, Joo Pessoa, Fortaleza, Teresina und So Luis aus. Die Straende in Cear Richtung Sueden bieten riesige Sandduenen. In der Naehe der Kleinstadt Campina Grande befindet sich Ing Rock, der geheimnisvolle Inschriften aufweist. Archaeologen sind der Meinung, dass sie von phoenizischen Seeleuten stammen.

Der mittlere Westen

Die Bundesstaaten Gois, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul umfassen ein Gebiet von 1.900.000 qkm und haben ca. 8 Mio. Einwohner. Hier fließt der Araguaia durch riesige Suempfe. Ausgedehnte Plantagen und große Rinderherden bestimmen das Landschaftsbild.

Die Hauptstadt Braslia (seit 1960) wurde auf die Veranlassung des damaligen Praesidenten Kubitschek, weitab von anderen bewohnten Gegenden auf einer riesigen Urwaldrodung von den Architekten Lcio Costa und Oscar Niemeyer gebaut und ist weithin bekannt fuer ihre futuristische Architektur. Allgemein wird die Stadt als die modernste Hauptstadt der Erde gefeiert. Ihr Grundriss hat die Form eines Flugzeuges. Die Kathedrale Niemeyers liegt zum Großteil unterirdisch und bietet bis zu 40.000 Glaeubigen Platz. Besonders eindrucksvoll sind die Praa dos Trs Poderes, der Placio do Planalto und das Gebaeude des Nationalkongresses.



Goinia
, 200 km weiter suedwestlich gelegen, dient als Ausgangspunkt fuer Ausfluege zum Rio Araguaia, zur Bananal-Insel und zu den Thermalquellen von Caldas Novas.

Pantanal
, das groeßte Umweltschutzgebiet in Brasilien, liegt im Mato Grosso. Der Rio Araguaia ist als Anglerparadies bekannt. Er hat die groeßte Anzahl von Fischarten weltweit. Man kann ein- oder zweiwoechige Kreuzfahrten auf so genannten Boatels (schwimmenden Hotels) buchen.

Der Suedosten

Die Bundesstaaten So Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Espirito Santo umfassen ein Gebiet von 900.000 qkm mit ausgezeichneter Infrastruktur und ca. 65,6 Mio. Einwohnern. Hotels, historische Staetten sowie erstklassige Badeorte machen den Suedosten zu einem wunderbaren Urlaubsgebiet.

Rio de Janeiro war 125 Jahre lang Hauptstadt Brasiliens und gilt wohl zu Recht als eine der schoensten Staedte der Welt. Die Brasilianer sagen: Gott erschuf die Welt in 6 Tagen, am 7. erschuf er Rio. Rio liegt idyllisch zwischen den Bergen am Meer. Es gibt zahlreiche Buchten, kleine Inseln, Felsen und schoene Straende, wie z. B. die beruehmte Copacabana oder Ipanema und Leblon. Der 370 m hohe Po de Acar (Zuckerhut) bietet eine wunderbare Aussicht. Der Corcovado ist das Wahrzeichen Rios: Auf dem Gipfel seiner 713 m ragt seit 1931 die 40 m hohe Christus-Statue, die im Oktober 2006 zu ihrem 75. Geburtstag zur Heiligenstaette erklaert wurde.



Aktueller Hinweis:
Die nach heftigen Regenfaellen im April 2010 gesperrte Christus-Statue ist fuer den Besucherverkehr nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder geoeffnet. Vorerst duerfen jedoch nur Taxis und registrierte Kleinbusse auf den Corcovado fahren; die Zahnradbahn ist weiterhin außer Betrieb.

Ganz besonders zu empfehlen ist der Botanische Garten, der in der Kaiserzeit (1808) eingeweiht wurde. Eine Allee mit ueber 30 m hohen Palmen und die gesamte Anlage mit 7000 verschiedenen Pflanzenarten versetzen die Besucher in Staunen. Die Stadt pulsiert, ganz besonders zur Karnevalszeit. Zahlreiche Sambaschulen stehen begeisterten Teilnehmern zur Verfuegung. Es gibt etliche sehenswerte Museen, Theater und andere kulturelle Einrichtungen.

So Paulo ist das wichtigste Industrie- und Handelszentrum Brasiliens und mit 9 Mio. Einwohnern eine der groeßten Staedte der Welt. So Paulo bietet die besten Geschaefte des Landes und ein faszinierendes Nachtleben. Das internationale Flair ist beeindruckend: Nach amerikanischem Fruehstueck kann man sein Mittagessen in einem japanischen Restaurant geniessen, dann auf feine englische Art den Fuenfuhrtee zu sich nehmen, Cocktails in einer franzoesischen Bar trinken, im russischen Restaurant zu Abend essen und schließlich den Klaengen eines Wiener Orchesters lauschen. Im MASP (Museo de Arte de So Paulo) kann man eine international bekannte Sammlung impressionistischer Malerei bewundern, darunter Werke von van Gogh und Degas.

Belo Horizonte, die Hauptstadt von Minas Gerais, wurde nach dem Vorbild von Washington DC erbaut und bietet Zugang zu allen Kolonialstaedten. Im Goldrausch des 18. Jahrhunderts schossen Staedte wie Ouro Preto in Minas Gerais wie Pilze aus dem Boden. 1980 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklaert. Petrpolis, Terespolis und Nova Friburgo sind nur einige der zahlreichen Kurorte.

Der Sueden

Die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paran umfassen ein Gebiet von 577.800 qkm mit 22,8 Mio. Einwohnern. Das angenehme Klima hat zahlreiche europaeische Emigranten angezogen, insbesondere Deutsche und Italiener.

Rio Grande do Sul ist einer der reichsten Bundesstaaten Brasiliens. In Pôrto Alegre, der Hauptstadt, gibt es gute Museen und ausgezeichnete Kunstgalerien. Die Stadt liegt in einer ueberaus reizvollen Landschaft. Die meistbesuchten Straende des Suedens sind in Tramandai (126 km von Pôrto Alegre entfernt) und Torres (209 km entfernt) zu finden. Die Berge Gramado und Canela sind ebenfalls beliebt. Im Bundesstaat Santa Catarina, dessen Hauptstadt Florianpolis auf einer Insel liegt, sind die besten Straende in Laguna, Itapema und Cambori. Die Hauptstadt ist mit dem Festland durch zwei Bruecken verbunden. In der Naehe findet man die deutschen Staedte Blumenau, Brusque und Joinville. Im Staat Paran wird fast ausschließlich Kaffee angebaut. Die Bahnfahrt von der Hauptstadt Curitiba nach Paranagu ist ein Erlebnis. Weitere interessante Sehenswuerdigkeiten sind Vila Velha (Steinerne Stadt) und die beruehmten Foz do Iguau. Die Iguau-Wasserfaelle entstehen durch das Zusammentreffen der Fluesse Paran und Iguau, 275 Wasserfaelle stuerzen aus 60 m in die Schlucht und erzeugen dabei eine 30 m hohe Gischt. Boote fahren an die Wassermassen heran, Hubschrauberrundfluege ermoeglichen den besten Anblick aus naechster Naehe. Mit dem neuen Luxusreisezug Great Brazil Express (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/) kann man in sieben, acht oder zehn Tagen von Curitiba bis zu den Iguau-Wasserfaellen gelangen und waehrend der All-inclusive-Reise den Bundesstaat Paran kennenlernen. Die Übernachtungen finden in 3- bis 5-Sterne-Hotels statt. Die Anreise nach Curitiba erfolgt mit dem Flugzeug ab Rio de Janeiro.

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