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Griechenland Wirtschaftsprofil


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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft



Wirtschaftslage

Der Anschluss an die EU hat die Wirtschaft des traditionellen Agrarlands angekurbelt, besonders die Wirtschaftszweige Textilien, Bergbau, Metallverarbeitung, Chemikalien, Stahl und Lebensmittelverarbeitung. Griechenland ist im europaeischen Vergleich spaeter und weniger heftig von der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise heimgesucht worden. Besonders betroffen sind die Branchen Seeverkehrswirtschaft, Bau und Tourismus. Das Wirtschaftswachstum verzeichnete noch fuer 2008 einen Anstieg um 2,9 %, liegt 2009 aber bei knapp -1 % im negativen Bereich.

Große Probleme bereitet der Staatshaushalt. 2008 betrug die Neuverschuldungsquote Griechenlands, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), 5,0 %. Gegen Griechenland laeuft nach mehreren Jahren der Neuverschuldung deutlich ueber 3 % ein Defizitverfahren der EU. Griechenland muss nun sein Haushaltsdefizit bis Ende 2010 wieder unter 3 % senken. Angesichts sinkender Steuereinnahmen und steigender Sozialausgaben in Zeiten der internationalen Finanzkrise ist derzeit unklar, ob diese Bedingung zu erfuellen sein wird.

Die Arbeitslosenquote betrug 2005 10,8 % und lag damit ueber dem EU-Durchschnitt.

Sie fiel bis 2008 auf 7,7 %. Im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise seit 2008 steigt diese Zahl wieder stetig an.

Insgesamt wies der Außenhandel im Jahr 2008 trotz erneut eine negative Bilanz aus: Die hoehe der Importe ueberstieg die Hoehe der Exporte um 44 Mrd €.

Wichtige Wirtschaftszweige

Der Dienstleistungssektor ist der bedeutendste Wirtschaftszweig, er beschaeftigt knapp die Haelfte aller Erwerbstaetigen und erwirtschaftet ca. 75,7 % (2008) des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Rahmen der Dienstleistungen dominiert der Tourismusbereich: Ca. 17,5 Mio. Touristen, haben im Jahr 2007 Griechenland besucht, ein Anstieg seit dem Jahr 2005, in dem nur 14 Mio. auslaendische Besucher ins Land kamen.

Daneben spielen Schifffahrtsunternehmen als Wachstumsmotor weiterhin eine wichtige Rolle. Griechenlands Handelsflotte ist eine der groeßten der Welt. Dennoch haben griechische Unternehmen Probleme, auf dem europaeischen Markt Anschluss zu finden. Gruende hierfuer sind einerseits die hohen Transportkosten, die aufgrund der geographischen Lage anfallen, und andererseits die verhaeltnismaeßig große Anzahl von Kleinbetrieben. Die wirtschaftliche Struktur ist auch heute noch von diesen Kleinbetrieben und von der Landwirtschaft gepraegt. Die Vielzahl gering mechanisierter Kleinbetriebe in der Landwirtschaft kann in ihrer Produktivitaet meist nicht mit vergleichbaren Betrieben aus anderen EU-Laendern konkurrieren. In der Landwirtschaft sind noch 12 % (2005) der Erwerbstaetigen beschaeftigt, der Anteil am BIP betraegt nur noch 3,7 % (2008).

Die wichtigsten Exportgueter Griechenlands sind Textilien, Erdoelprodukte, Aluminium, Zement, Tabak, Olivenoel, Obst und Tomatenprodukte.

Wirtschaftspolitik

Deregulierung, Privatisierung staatlicher und halbstaatlicher Unternehmen sowie der Umbau der sozialen Sicherungssysteme angesichts absehbarer demografischer Herausforderungen bleiben die wichtigsten wirtschaftspolitischen Aufgaben der Regierung. Strukturell ist die griechische Gesellschaft aehnlichen Überalterungsproblemen ausgesetzt wie viele westliche Industriestaaten. Bei den Privatisierungsvorhaben kommt die Regierung gut voran.

In der Vergangenheit haben steigende Lohnkosten bei unterdurchschnittlicher Produktivitaetssteigerung und bei wachsender Konkurrenz der Nachbarstaaten zu nur geringen Investitionen gefuehrt und die Wettbewerbsfaehigkeit des Landes nicht wie erhofft gestaerkt.

Handelspartner

Die bedeutendsten Handelspartner sind neben den EU-Laendern (v.a. Italien, Deutschland, Bulgarien, Zypern, Rumaenien) die USA.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Vereinte Nationen, EU, NATO, WEU, Europarat, OECD, WTO, UNCTAD, ECE, IAEA, IPU, ILO, WHO und andere Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, BSEC (Schwarzmeerkooperation)

Umgangsformen

Anzug und Krawatte bzw. Kostuem. Termine muessen im Voraus vereinbart und am vorhergehenden Wochentag bestaetigt werden. Puenktlichkeit wird gern gesehen, jedoch nicht immer eingehalten. Zahlreiche Geschaeftsleute sprechen außer Griechisch auch Franzoesisch, Englisch oder Deutsch.



Geschaeftszeiten:
Mo-Fr 08.00-15.00 Uhr.

Kontaktadressen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer

Doryleou 10-12/IV, GR-11521 Athen

Tel: 21 06 41 90 00.

Internet: www.german-chamber.gr

Zweigstelle in Thessaloniki.

Athens Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer von Athen)

Odos Akademias 7, GR-10671 Athen

Tel: 21 03 60 48 15-9.

Internet: www.acci.gr

Konferenzen/Tagungen

Griechenland verfuegt landesweit ueber zahlreiche Tagungs- und Konferenzeinrichtungen. Auch auf entsprechend ausgeruesteten Schiffen, die zwischen Inseln verkehren, koennen Tagungen abgehalten werden. Informationen erteilt die Griechische Zentrale fuer Fremdenverkehr (s. Adressen).

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