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München Kultur

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Kultur


Einleitung

Muenchen hat eine eindrucksvolle Kulturgeschichte, und so befindet sich die Hauptverwaltung des Goethe-Instituts, des deutschen Kulturinstituts, auch nicht umsonst in Muenchen. Die Stadt war im 19. Jahrhundert unter der Schirmherrschaft von Ludwig I. und II. ein wichtiges kulturelles Zentrum und stand zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Spitze einer neuen expressionistischen Bewegung des Blauen Reiters , die 1911 von dem gebuertigen Russen Wassily Kandinsky und dem in Muenchen geborenen Franz Marc gegruendet wurde und die Entwicklung der modernen Kunst grundlegend beeinflußte. Weitere Mitglieder dieser Gruppe waren u. a. August Macke und Paul Klee. Die wichtigsten Werke des Blauen Reiters werden als Dauerausstellung in der Staedtischen Galerie im Lenbachhaus, Luisenstraße 33 (Tel: (089) 23 33 20 00. Internet: www.lenbachhaus.de), gezeigt. Die Galerie ist Di-So von 10.00-18.00 Uhr geoeffnet; der Eintritt betraegt 6 €.

Das Fremdenverkehrsamt gibt ein nuetzliches Veranstaltungsblatt heraus. Veranstaltungskalender sind auch in den Muenchener Tageszeitungen zu finden.

Außer den unten genannten Kartenkassen ist Muenchen Ticket (Tel: (089) 54 81 81 81. Fax: (089) 54 81 81 54. Internet: www.muenchenticket.de) die beste Kartenagentur, u. a. hat sie einen Schalter im Fremdenverkehrsamt im Rathaus am Marienplatz.

Film

Rund 50 Filme werden jedes Jahr in Muenchen produziert. Verbindungen bestehen zu einigen der bedeutendsten Filmemacher Deutschlands, u. a. zu Rainer Werner Fassbinder (Lili Marlene, 1980), der hier studierte, und zu dem 1942 in Muenchen geborenen Werner Herzog. Beide Regisseure arbeiteten in den 1919 gegruendeten Bavaria Film Studios in Geiselgasteig. Besucher koennen eine Tour durch das Filmstudio machen (s. Weitere Sehenswuerdigkeiten).

Im Filmmuseum des Stadtmuseums, St-Jakobs-Platz 1 (Tel: (089) 23 32 41 50. Internet: www.stadtmuseum-online.de), werden jeden Monat Filmklassiker eines anderen Regisseurs, Schauspielers oder Genres gezeigt, meistens in der Originalversion. Im Forum der Technik, Museumsinsel 1 (Tel: (089) 21 12 51 80. Internet: www.fdt.de), befindet sich eine riesige IMAX-Leinwand, und das Cinema, Nymphenburgerstraße 31 (Tel: (089) 55 25 55. Internet: www.cinema-muenchen.com) hat ein gutes Programm an internationalen und englischsprachigen Filmen.

Kulturelle Veranstaltungen

Das Oktoberfest findet jedes Jahr Ende September auf der Theresienwiese (auch Wiesn genannt) statt und ist eine Orgie mit Bier, Maennern in Lederhosen, Frauen in Dirndls, betrunkenen Touristen, Blasmusik und furchterregenden Fahrgeschaeften, rund um die 14 Bierzelte der Brauereien der Stadt. Die 16 Tage andauernden Festivitaeten werden vom Buergermeister mit dem Anzapfen des ersten Bierfasses und dem Ausruf O zapft is! eingelaeutet.

Noch mehr Trubel findet im Januar und Februar waehrend der Muenchner Faschingszeit statt, in der zahlreiche Kostuempartys stattfinden. Etwas gesetzter geht es auf den drei traditionellen Straßenfesten (Dult) auf dem Mariahilfsplatz im Bezirk Auer zu, die jedes Jahr im April, Juli und Oktober veranstaltet werden (Internet: www.auerdult.de). Im Dezember verwandelt sich der Marienplatz jedes Jahr in den weltberuehmten Christkindlmarkt (Weihnachtsmarkt). Dann singen bayrische Choere vom Balkon des Rathauses und der Platz wird durch einen riesigen Weihnachtsbaum hell erleuchtet. Die im Sommer (Juni-Juli) und Winter (Nov.-Dez.) stattfindenden Tollwood-Festivals (Tel: (089) 383 85 00. Internet: www.tollwood.de) bieten eine beliebte Mischung aus Theater, Oper, Musik und modernen Zirkusauffuehrungen.

Literarische Anmerkungen

Thomas Mann zog als junger Mann nach Muenchen und arbeitete an dem satirischen Magazin Simplicissimus, bevor er als Schriftsteller taetig wurde und hier auch seinen ersten großen Roman Buddenbrooks (1900) fertigstellte. Zu den Autoren des 20. Jahrhunderts, die mit Muenchen in Verbindung gebracht werden, gehoert auch Siegfried Sommer, der das Werk Und keiner weint mir nach (1996) schrieb sowie Alfred Andersch, der Verfasser von Sansibar oder der letzte Grund (1957), der 1914 in Muenchen geboren wurde und wegen seiner linksgerichteten politischen Einstellung eine kurze Zeit im Konzentrationslager Dachau verbrachte. Junge Besucher werden sich an den Werken Erich Kaestners erfreuen, u. a. an Das doppelte Lottchen (1949), das auch mehrmals verfilmt wurde.

Musik

Muenchens musikalische Vergangenheit wird von der imposanten Persoenlichkeit Richard Wagner angefuehrt, der viele seiner Werke fuer Ludwig II. komponierte. Seine Nachfolger Richard Strauss und Carl Orff waren beide gebuertige Muenchner. Auch Mozart trat haeufig in der Stadt auf, und Gustav Mahler dirigierte 1910 bei der Welturauffuehrung seiner achten Sinfonie in Muenchen. Die Metropole kann heute mit drei internationalen Orchestern aufwarten den Muenchner Philharmonikern (Internet: www.muenchnerphilharmoniker.de), dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (Internet: www.br-online.de/symphonieorchester) und dem Bayerischen Staatsorchester (Internet: www.staatsorchester.de).

Das wichtigste Zentrum fuer kulturelle Auffuehrungen und die darstellenden Kuenste ist das Gasteig, Rosenheimer Straße 5 (Tel: (089) 48 09 80. Internet: www.gasteig.de), das den Konzertsaal, den Carl-Orff-Saal und den Kleinen Konzertsaal beherbergt. Das Nationaltheater, Max-Joseph-Platz 2 (Tel: (089) 21 85 01), ist der Sitz der Bayerischen Staatsoper (Internet: www.bayerische.staatsoper.de) und der Veranstaltungsort des Opernfestivals, das jedes Jahr im Juli stattfindet. In den Genuß von Opern und Kammermusik kommt man außerdem im Staatstheater am Gaertnerplatz, Gaertnerplatz 3 (Tel: (089) 20 24 13 63. Internet: www.staatstheater-gaertnerplatz.de), und in dem ueppig ausgestatteten Alten Residenztheater, Residenzstraße 1 (Tel: (089) 29 68 36), einem praechtigen Rokoko-Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, das normalerweise nach seinem Architekten Cuvillis benannt wird. Karten fuer das Nationaltheater, das Staatstheater und das Cuvillis-Theater sind unter einer zentralen Telefonnummer erhaeltlich (Tel: (089) 21 85 19 20).

Tanz

Die entzueckenden, von Erasmus Grasser 1480 geschnitzten Moriskentaenzer bilden den Hoehepunkt des Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1 (Tel: (089) 23 32 23 70. Internet: www.stadtmuseum-online.de). Das Museum ist Di-So von 10.00-18.00 Uhr geoeffnet; der Eintritt kostet 2,50 €. Das Bayerische Staatsballett (Internet: www.bayerisches.staatsballett.de) tritt im Nationaltheater, Max-Joseph-Platz 2 (Tel: (089) 21 85 01), auf. Jedes Jahr im Fruehjahr veranstaltet die Ballett-Truppe eine internationale Ballettwoche, u. a. inszenierte Lucinda Childs 2001 eine von ihren eindrucksvollen Minimal-Dance-Ballettauffuehrungen.

Theater & Konzerte

Klassische deutsche Stuecke werden vom Bayerischen Staatsschauspiel (Internet: www.bayerischesstaatsschauspiel.de) im Residenztheater, Max-Joseph-Platz 1 (Tel: (089) 21 85 01, 21 85 19 20 (Kartenvorverkauf)) aufgefuehrt. Eines der wichtigsten Theater Deutschlands, die Muenchner Kammerspiele, Maximilianstraße 26-28 (Tel: (089) 23 33 70 00. Internet: www.muenchner-kammerspiele.de), konnte den jungen Bertolt Brecht zu seinen Dramatikern zaehlen. Bis zum Abschluß der Renovierungsarbeiten am Theater im Fruehjahr 2003 ist die Theatertruppe in anderen Veranstaltungsorten zu sehen. Brecht arbeitete auch am Deutschen Theater, Schwanthalerstraße 13 (Tel: (089) 55 23 43 60. Internet: www.deutsches-theater.de), in dem heute Musicals und andere populaere Shows aufgefuehrt werden. Alternatives Theater kann man u. a. im Theater im Marstall, Marstallplatz 4 (Tel: (089) 21 85 19 40), und im Teamtheater Tankstelle, Am Einlaß 2a (Tel: (089) 260 43 33), sehen.

Circus Krone (Tel: (089) 545 80 00. Fax: (089) 588 166. Internet: www.circus-krone.de), der groeßte Tourneezirkus der Welt, gibt im Winter in seiner der Dauermanege in der Zirkus-Krone-Straße 1-6 Vorstellungen.



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