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Die wichtigsten Sehensw├╝rdigkeiten


Die wichtigsten Sehensw├╝rdigkeiten

Apartheid Museum

Nelson Mandela war bezeichnenderweise derjenige, der das von Kritikern gefeierte Apartheid Museum im Jahre 2001 offiziell er├Âffnete. Binnen kurzer Zeit wurde dieses au├čerordentlich beeindruckende Museum ein Muss f├╝r Touristen und Einheimische. Die Architektur des Geb├Ąudes ist n├╝chtern, mit viel Metall, Beton und Backstein, und die 22 Ausstellungsr├Ąume befinden sich auf einer Fl├Ąche von 6000 m.



Die Geschichte beginnt mit der Einf├╝hrung der Apartheid (was soviel wie getrennt sein" auf Afrikaans hei├čt) durch die National Party im Jahre 1948, die mit Hilfe von strengen Gesetzen die Rassentrennung von Schwarzen und Wei├čen durchsetzte. Die Ausstellung zeigt, wie Schwarze aus ihren H├Ąusern vertrieben und gezwungen wurden, in so genannten Townships (zu Deutsch "Gemeinden") zu leben. Jeder Aspekt des Lebens wurde nach Hautfarben getrennt, und Schulen, Krankenh├Ąuser, ├Âffentliche Verkehrsmittel, Friedh├Âfe, Gesch├Ąfte, selbst Parkbanken und Str├Ąnde waren entweder nur f├╝r Wei├če oder nur f├╝r Schwarze zug├Ąnglich.



Das Museum verfolgt die Entwicklung des African National Congress (ANC) und der Widerstandsbewegung gegen die Apartheid sowie die Gr├╝ndung der schwarzen Homelands in den siebziger Jahren und die brutal niedergeschlagenen Proteste und Aufst├Ąnde. Durch seine Reformen leitete Pr├Ąsident F.W. de Klerk das Ende der Apartheid ein. Es folgte die Freilassung von Nelson Mandela und anderer Aktivisten aus dem Gef├Ąngnis, die ersten freien Wahlen f├╝r alle im Jahre 1994 und die Geburtsstunde einer neuen Demokratie.



Ein dramatischer H├Âhepunkt des Museums ist zum Beispiel ein Raum, in dem 121 Schlingen von der Decke h├Ąngen, in Erinnerung an die 121 politischen Gefangenen, die w├Ąhrend des Apartheid-Regimes hingerichtet wurden. Ein weiterer H├Âhepunkt ist bemerkenswertes Filmmaterial eines Interviews mit Nelson Mandela aus dem Jahre 1961, als er sich vor dem Regime versteckte. Ein Ausstellungsraum ist dem Sowetoer Studentenaufstand von 1976 gewidmet, als die Polizei das Feuer auf wehrlose Kinder er├Âffnete. Eine Reihe von Fernsehmonitoren zeigen die entsetzlichen Bilder dieses verh├Ąngnisvollen Tages. Auch auf dem dem restlichen Museumsgel├Ąnde befinden sich Monitore, die die Geschehnisse dieser Jahrzehnte lebendig werden lassen.



Nachdenklich stimmt die M├Âglichkeit f├╝r den Besucher, sein altes Passbook im Museum abzugeben (diese Ausweispapiere ben├Âtigten Schwarze, um die Homelands verlassen und sich in "wei├čen" Zonen aufhalten zu k├Ânnen) oder einen Kieselstein auf einen Berg Kieselsteine zu legen, als Zeichen der Solidarit├Ąt mit den Opfern der Apartheid.



Ecke Northern Parkway und Gold Reef Road, Ormonde

Tel: (011) 309 47 00.

Internet: www.apartheidmuseum.org

├ľffnungszeiten: Di-So 10.00-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Constitution Hill Museum

Eine relativ neue Sehensw├╝rdigkeit ist der ber├╝chtigte alte Gef├Ąngniskomplex Number Four, welcher erst 1983 geschlossen und 2004 als Interaktiv-Museum wieder er├Âffnet wurde.



W├Ąhrend der schlimmsten Zeiten des Apartheid-Regimes durchwanderten t├Ąglich zwischen 2000 und 3000 schwarze Gefangene den Gef├Ąngniskomplex. Meist wegen fehlender Ausweispapiere verhaftet, mussten sie unter entsetzlichen Bedingungen leiden. Ber├╝hmte Insassen waren unter anderem Nelson Mandela und Mahatma Ghandi. Ein Teil der alten Geb├Ąude machte dem neuen Constitutional Court, dem Verfassungsgericht Platz. Die Verwendung von zum Teil originalen Ziegelsteinen soll symbolisieren, wie die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit f├╝r die Erschaffung einer gerechteren Zukunft genutzt werden k├Ânnen.



Im Gef├Ąngnis selbst hat sich wenig ver├Ąndert: Das Graffiti an den Innenseiten der Zellt├╝ren, riesige, noch mit Haferbrei verkrustete T├Âpfe, aus denen die Insassen wie Tiere essen mussten, die dunklen Zellen der Einzelhaft, wo Gefangene bis zu einem Jahr von nichts als Reiswasser leben mussten. Die Bedingungen des benachbarten Frauengef├Ąngnisses waren zwar angeblich etwas besser, aber trotzdem mussten sich etliche Frauen eine einzige Zelle teilen, w├Ąhrend wei├če Insassinnen (meist Aktivistinnen) ihre eigene hatten.



Wie im Apartheid Museum gibt es auch hier Hunderte von Monitoren mit Filmmaterial und Interviews von fr├╝heren Gefangenen. Viele von ihnen kehrten zu Nummer Vier zur├╝ck, als es ein Museum wurde. In der modernen Eingangshalle des neuen Verfassungsgerichtshofs sind B├Ąume eines afrikanischen Dorfes dargestellt, unter denen traditionell die Dorf├Ąltesten sa├čen und Entscheidungen trafen.



Ecke Kotze Street und Hospital Street, Braamfontein

Tel: (011) 381 31 00.

Internet: www.constitutionhill.org.za

├ľffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr (letzte F├╝hrung 16.00 Uhr), Sa10.00-15.00 Uhr (letzte F├╝hrung 14.00 Uhr).

Mit Eintrittsgeb├╝hr; kostenloser Eintritt dienstags.



Lesedi Cultural Village

Lesedi bedeutet auf Sotho "Licht" und ist der Spitzname des Gr├╝nders der Basotho Nation (Lesotho), K├Ânig Moshoeshoe. Das Zweieinhalb-Stunden-Erlebnis in diesem Kulturdorf beinhaltet authentische Volkst├Ąnze, gef├╝hrte Besichtigungen von nachgebauten Zulu-, Ndebele-, Xhosa- und Pedi-D├Ârfern und eine traditionelle Mahlzeit im Restaurant Nyama Choma. Au├čerdem gibt es ein voll ausgestattetes Tagungszentrum und G├Ąstebungalows mit Badezimmern.



Broederstroom, auf der R512 in Richtung Hartbeespoort Dam.

Tel: (012) 205 13 94 oder (087) 940 99 33.

Internet: www.lesedi.com.

├ľffnungszeiten: Tages- (11.30 Uhr) und Abendf├╝hrungen (16.30 Uhr), oder nach Terminabsprache.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Soweto

W├Ąhrend des jahrzehntelangen Kampfes gegen ein tyrannisches Regime der wei├čen Vorherrschaft waren die Bewohner Sowetos (kurz f├╝r South Western Townships) lebende Symbole f├╝r den Sieg ├╝ber die Unterdr├╝ckung. Nelson Mandela, eine politische Ikone des sp├Ąten 20. Jahrhunderts, lebte in Soweto, bevor er vom Apartheid-Regime zu lebenslanger Haft wegen Hochverrats verurteilt wurde (und davon 27 Jahre absa├č). Um ein Gef├╝hl f├╝r die Umgebung zu bekommen, die einen solchen Mann formte, sollte man Soweto besuchen (Internet: www.soweto.co.za).



Obwohl Soweto offiziell zum Gro├čraum Johannesburg geh├Ârt, wird es von einer ausgedehnten Bergbau-Abraumhalde und einer stark befahrenen Autobahn vom Stadtrand getrennt. Tausende von winzigen, gemeindeeigenen Wohnh├Ąusern mit nur zwei Zimmern, trostlose Bergarbeiter-Wohnheime und pomp├Âse Villen reihen sich in diesem be├Ąngstigend ausgedehnten Township aneinander. Urspr├╝nglich nur als vor├╝bergehende Behausungen f├╝r Leiharbeiter der fr├╝her ├╝beraus ergiebigen Witwatersrand Goldmine gedacht, wohnen heute zirka eine Million Menschen in Soweto.



Besucher, die sehen wollen, wo sich die friedliche Revolution S├╝dafrikas entwickelte, werden vom g├Ąnzlichen Fehlen touristischer Einrichtungen ├╝berrascht sein. Auffallend ist auch der Gegensatz zwischen der ├Âden Umgebung und den lebhaften, freundlichen Bewohnern.



Da es weder Stra├čenschilder noch sichere ├Âffentliche Verkehrsmittel gibt, sollte man Soweto am besten mit einem guten Reiseveranstalter erkunden. Interessant sind Halbtagstouren zu geschichtlich relevanten Orten Sowetos oder abendliche Touren durch die Shebeen-Kneipen.



Die historischen F├╝hrungen beinhalten Besuche des Hector Pieterson Memorial and Museum, der fr├╝heren Behausungen der Nobel-Friedenspreistr├Ąger Nelson Mandela und Bischof Desmond Tutu, der Regina Mundi Church, des Walter Sisulu Square of Independence (Platz der Unabh├Ąngigkeit), des Avalon-Friedhofes, des Chris-Hani-Baragwanath-Krankenhauses, der Wohnung Winnie Madikizela-Mandelas and Morris Isaacson School (wo der Studentenaufstandes von 1976 begann). Der erst 13 Jahre alte Hector Pieterson war einer der ersten von zahlreichen Sch├╝lern, die von der Polizei am 16. Juni 1976 erschossen wurden. Die Gedenkst├Ątte enth├Ąlt auch ein ergreifendes Foto des Journalisten Sam Nzima, welches zeigt, wie man Hectors leblosen K├Ârper durch Sowetos chaotische Stra├čen tr├Ągt und seine 17-j├Ąhrige Schwester schluchzend nebenherl├Ąuft.



Neben der Gedenkst├Ątte befindet sich das neu er├Âffnete Hector Pieterson Museum, welches auf kreative Art und Weise, mit Hilfe von bewegenden Fotos und Filmaufnahmen, die Geschichte des 16. Juni erz├Ąhlt. In den Mauern der Regina Mundi Catholic Church, wo Hunderte von Protestversammlungen stattfanden, sind noch immer die Einschlagl├Âcher der Sch├╝sse auf die Schutz suchenden Studenten zu sehen.



Der Walter Sisulu Square of Independence (fr├╝her Friedensplatz genannt) in Kliptown, dem ├Ąltesten Teil Sowetos, ist der Platz, wo die Freedom Charter, die Freiheitscharta, bei einer Massenkundgebung vom ANC vorgetragen wurde. Die Freedom Charter forderte die Gleichheit aller, und Walter Sisulu, der dem Platz nach seinem Tod 2003 seinen Namen verlieh, war einer der ANC-Delegierten. Im Jahre 1955 war es nur ein staubiges St├╝ck Land, aber seit 2003 wurde es zur Touristenattraktion entwickelt und ist jetzt ein sch├Âner Platz mit einer Reihe von Denkm├Ąlern und einer Touristeninformation.



Der F├╝hrer der Kommunistischen Partei S├╝dafrikas, Joe Slovo, der 1995 an Krebs verstarb, war der erste Wei├če, der auf dem Avalon Cemetery begraben wurde. Der nach Nelson Mandela wichtigste Anti-Apartheid-Aktivist Chris Hani, welcher 1993 ermordet wurde, verlieh dem Baragwanath Hospital, dem gr├Â├čten Krankenhaus der Welt, seinen Namen. Nachdem Mandela aus dem Gef├Ąngnis entlassen wurde, baute er seiner entfremdeten Frau Winnie Madikizela-Mandela's in Soweto eine Villa, wo die geschiedene Frau des ehemaligen Pr├Ąsidenten S├╝dafrikas noch heute lebt und ein hohes Ansehen genie├čt.



Eine abendliche Shebeen-Tour beleuchtet eher den Unterhaltungswert Sowetos. Das Wort stammt zwar aus dem Vokabular der irischen Bergleute, heute aber ist es ein Synonym f├╝r das vielseitige und zuweilen lautstarke Nachtleben der Bewohner Sowetos. W├Ąhrend des Apartheid Regimes waren diese informellen Kneipen verboten. Manche bestehen nur aus ein paar Hockern vor einer H├╝tte, andere sind moderne und schillernde Nachtclubs.



Manche Shebeens haben ihre Men├╝s und Preise dem Touristenaufkommen angepasst, aber das kann man von Wandi's Place (Dube) nicht sagen. Hier gibt es traditionelle K├╝che, wie zum Beispiel Umngqusho (Eintopf aus gestampften Bohnen und Mais), Morogo (wilder Spinat) und das in Soweto immer beliebte Chakalaka (Chilli-und-Bohnen-Salat). An einer Wand haben G├Ąste Tausende von Visitenkarten angeheftet.



B's Place (Orlando East) ist in einem Anbau eines kleinen Wohnhauses aus den drei├čiger Jahren untergebracht. An der Wand sind ausgeschnittene Zeitungsartikel ├╝ber Soweto zu Zeiten der Apartheid zu sehen. Sorghum-Bier (aus Hirse) wird zu traditionellen Township-Gerichten wie Mogodu (Kaldaunen) und Pap (Maisbrei) gereicht.



Tebogo nennt seine trendige Taverne The Rock - New York in Soweto" - und hier versammelt sich die sozial aufsteigende Klasse der jungen schwarzen Gesch├Ąftsleute. Man isst traditionell oder modern-afrikanisch, w├Ąhrend Bilder von Johannesburg an die W├Ąnde projiziert werden.



Die ersten Shebeens waren allesamt in den typischen Zwei-Zimmer-H├Ąuschen Sowetos untergebracht. Im Pinky's Place werden die Drinks noch immer im Wohnzimmer serviert, mit angrenzender Tanzfl├Ąche im Freien unter einem strohgedeckten Dach.



F├╝hrungen in Soweto kann man bei Jimmy's Face-to-Face Tours (Tel: (011) 331 61 09; Internet: www.face2face.co.za) oder JMT Tours (Tel: (011) 980 60 38; Internet: www.jmttours.co.za) buchen. Die Fremdenf├╝hrer sind Einwohner von Soweto, die es verstehen, die Geschichte und den Charakter dieses Townships zum Leben zu erwecken.



Soweto, 15 Min. westlich vom Zentrum Johannesburgs

Internet: www.soweto.co.za



Gold Reef City Vergn├╝gungspark und Casino

Urspr├╝nglich als Modell Johannesburgs um 1890 w├Ąhrend des Goldrausches konzipiert, wurden das Gold Reef City Museum und die Rarit├Ątenl├Ąden (in Nachbauten der urspr├╝nglichen Geb├Ąude) von der gr├Â├čten Achterbahn der s├╝dlichen Hemisph├Ąre" und einem 60-Tische-Casino in den Schatten gestellt.Trotzdem vermitteltGold Reef City noch immer ein gutes Bild von Johannesburgs faszinierender Bergbauvergangenheit und ist einen Besuch wert.



Der wirkliche Charme von Gold Reef City liegt in der Tatsache, dass unter der Freizeitpark-Fassade immer noch ein Tunnellabyrinth um den Number 14-Schacht existiert. Das urspr├╝ngliche Goldbergwerk war von 1887 bis 1971 aktiv. Je nach Nachfrage gibt es mehrere F├╝hrungen einen 200 Meter langen Schacht hinab, wo Arbeiter aus ganz Afrika schwitzten, schufteten und starben.



Weiterhin Teil des Freizeitparks sind 14 Museen, viele Kunsthandwerk- und Rarit├Ątenl├Ąden sowie t├Ągliche Gummistiefel- und Can-Can-Tanzvorf├╝hrungen. Nicht zu vergessen ist das Kasino, welches ├╝ber das Globe Theatre mit 500 Sitzpl├Ątzen und das neue Lyric Theatre mit 1100 Pl├Ątzen verf├╝gt.



Das Resultat ist eine au├čergew├Âhnliche Mischung aus Unterhaltung und Einblick in die Vergangenheit. Absolut sehenswert ist das detaillierte und faszinierende Modell der ├╝ber- und unterirdischen Installationen einer Goldmine, angefangen vom Bohren eines Schachtes bis zur Produktion von Goldbarren. Ein weiterer H├Âhepunkt ist das t├Ągliche Gie├čen eines Goldbarren - angeblich soll der, der ihn mit einer Hand anheben kann, den Barren mit nach Hause nehmen d├╝rfen.



Gold Reef City, Ormonde, 8 km vom Stadtzentrum.

Tel: (011) 248 68 00.

Internet: www.goldreefcity.co.za.

├ľffnungszeiten: t├Ąglich 09.30-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Newtown

Vor einigen Jahren war dieser zentral gelegene Teil Johannesburgs noch ein heruntergekommenes Elendsviertel, umgeben von d├╝steren, verfallenen K├╝hlt├╝rmen und der riesigen, verlassenen Turbinenhalle des ersten Elektrizit├Ątswerks der Stadt auf Kohlebasis. Der allgemeine Zustand von Verfall und Verwahrlosung war im Central Business District allgegenw├Ąrtig.



Im Jahre 1998 wurde dann die Central Johannesburg Partnership (CJP) als eine private, gemeinn├╝tzige Organisation zur Wiederbelebung der Stadt gegr├╝ndet. Seitdem hat sich Newtown radikal ver├Ąndert. Man hat die alten K├╝hlt├╝rme angerissen, den Mary Fitzgerald Platz befestigt, die neue Nelson Mandela Br├╝cke errichtet, die ├╝ber 40 Eisenbahnschienen f├╝hrt und Newtown mit Braamfontein verbindet, und den neuen Metro Mall Bahnhof f├╝r Minibus-Taxis gebaut. Man hat au├čerdem an langj├Ąhrigen Sehensw├╝rdigkeiten wie dem Market Theatre, dem MuseumAfrica und der Oriental Plaza Versch├Ânerungsarbeiten vorgenommen. Neuere Attraktionen wie das Horror Cafe (das Caf-Theater gegen├╝ber dem Electric Workshop), Bassline (Jazzclub) and das South African Breweries World of Beer wurden ebenfalls saniert.



Das ber├╝hmte MuseumAfrica, S├╝dafrikas erstes neues Museum nach dem Fall des Apartheid-Regimes, und das Market Theatre befinden sich in einem pr├Ąchtigen viktorianischen Geb├Ąude, das fr├╝her der st├Ądtische Obst- und Gem├╝semarkt war, bis die vor allem indischen H├Ąndler in die nahe gelegene Oriental Plaza umziehen mussten. In der Plaza kann man indisch essen oder Kleidung und Stoffe zu niedrigen Preisen erstehen. Die Bollywood-Musik gibt es gratis dazu.



Das Bensusan Museum and Library of Photography, das Museum of South Africa Rock Art und das Bernberg Museum of Fashion sind Teile des MuseumAfrica. Die Themen der Ausstellungen sind vielseitig und reichen vom Fr├╝hzeitmenschen bis zum Kampf gegen die Apartheid.



Der Market Theatre Komplex beherbergt drei Theater: das Main Theatre, das Laager Theatre und das Barney Simon Theatre. Im Market Theatre konnte man viel Protesttheater gegen das Regime sehen. Dort wurden auch solch wegweisende St├╝cke wie Athol Fugards Sizwe Banzi is Dead (1973) und Mbongeni Ngemas Sarafina (1988) uraufgef├╝hrt. Der politische Satiriker Pieter-Dirk Uys (in der Rolle seines Alter Egos Evita Bezuidenhout) hat hier seine ausverkauften Anti-Apartheid Ein-Mann-Shows vorgef├╝hrt.



Kippies (eine umgebaute viktorianische Toilette) galt lange Zeit als bester Jazz-Club Johannesburgs, und hier schmettert die Musik immer noch jedes Wochenende. Nur ein paar Schritte vom Eingang zum Market Theatre entfernt, gegen├╝ber dem Museum und jenseits des Mary Fitzgerald Square in Newtown Park, befindet sich das neue Bassline (vorher in Melville), ein weiterer erstklassiger Jazz-Club. Das South African Breweries (SAB) World of Beer bietet F├╝hrungen und Ausstellungen ├╝ber das Bierbrauen an, mit der obligatorischen Bierverkostung am Ende. Dort gibt es auch Nachbauten einer Shebeen-Kneipe und einer Spelunke aus fr├╝hen Bergbauzeiten.



Nach Newtown gelangt man von der Schnellstra├če M1 oder ├╝ber die Nelson Mandela Bridge von der Bertha Street in Braamfontein zur Ntemi Piliso Street in Newtown.



MuseumAfrica

121 Bree Street

Tel: (011) 833 56 24.

├ľffnungszeiten: Di-So 09.00-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Market Theatre

121 Bree Street

Tel: (011) 832 16 41.

Internet: www.markettheatre.co.za

├ľffnungszeiten: Verschieden, je nach Inszenierung.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



SAB World of Beer

15 President Street

Tel: (011) 836 49 00.

Internet: www.worldofbeer.co.za

├ľffnungszeiten: Di-Sa 10.00-18.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Horror Caf

15 Miriam Makeba Street

Tel: (011) 838 67 35.

├ľffnungszeiten: Di-Sa 10.00 Uhr bis sp├Ąt; ein So im Monat ge├Âffnet (verschieden) 12.00-24.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Oriental Plaza

Sixth Avenue, Fordsburg

Tel: (011) 838 65 72.

Internet: www.orientalplaza-fordsburg.co.za

├ľffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr, Sa 08.30-14.30.

Freier Eintritt.



Johannesburg Zoo

Im Johannesburger Zoo kann der Besucher zwar immer einen angenehmen Spaziergang durch wundersch├Âne G├Ąrten unternehmen, er hat aber vor allem die M├Âglichkeit zu lernen, einen Leoparden von einem Geparden vor seiner n├Ąchsten Safari zu unterscheiden. Hier kann man aber auch einfach die Big Five, die f├╝nf f├╝r J├Ąger gef├Ąhrlichsten Tiere Afrikas, alle auf einmal sehen. Der Zoo genie├čt gro├čes internationales Ansehen und hat mehr als 2000 Tiere, die in weitl├Ąufigen, begr├╝nten Gehegen leben. Besucher k├Ânnen Tages- oder Nachtf├╝hrungen sowie F├╝hrungen hinter die Kulissen" buchen. Mit der von einem Traktor gezogenen Zoo Ferry (Zoo-F├Ąhre) kann man sich schnell umsehen, bevor man zu Fu├č losmarschiert, und die Anlagen sind besonders kinder- und behindertenfreundlich. Die Gehege sind in Zonen eingeteilt: Spice Route (Gew├╝rz-Route", Tiere aus Asien), Heart of Africa (Im Herzen Afrikas", Gorillas, Schimpansen und andere zentralafrikanische Tierarten), Southern Safari (einheimische Tiere S├╝dafrikas), Extreme Environments (Extremklimas", Kamele, Eisb├Ąren und Pinguine) und Amazonia (Tiere S├╝damerikas).



Ecke Jan Smuts Avenue und Upper Park Drive, Parkview

Tel: (011) 646 20 00.

Internet: www.jhbzoo.org.za

├ľffnungszeiten: T├Ąglich 08.30-17.30 Uhr; letzter Einlass 16.00 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Museum f├╝r Milit├Ąrgeschichte

Im selben Block wie der Zoo gelegen, befasst sich dieses kleine, aber umfassende Museum mit fast allen Perioden der s├╝dafrikanischen Milit├Ąrgeschichte. Man kann Uniformen, Panzer, Artilleriewaffen (einschlie├člich der in S├╝dafrika gebauten G-6), Handfeuerwaffen, zw├Âlf Flugzeuge und ein U-Boot besichtigen. Es gibt jedoch nur entt├Ąuschend kleine Sektionen ├╝ber die Anti-Einberufungs-Bewegung (End Conscription Campaign) und die Beteiligung der schwarzen Bev├Âlkerung an den Burenkriegen. Im Museum sind CASSPIRS Sch├╝tzenpanzer ausgestellt, welche in den Townships zur Niederschlagung der Aufst├Ąnde gegen das Apartheid-Regime eingesetzt wurden. Eine Ausstellung ├╝ber den milit├Ąrischen Aspekt des ANC ist in Vorbereitung.



22 Erlswold Way, Saxonwold

Tel: (011) 646 55 13.

Internet: www.militarymuseum.co.za

├ľffnungszeiten: T├Ąglich 09.00-16.30 Uhr.

Mit Eintrittsgeb├╝hr.



Johannesburg Botanical Garden

Mit einer Fl├Ąche von 148 Hektar ist der Botanische Garten, der sich vom westlichen Ufer des Emmarentia Dammes am Highveld Hang entlang zieht, eines der ruhigsten Pl├Ątzchen der Stadt. Der Damm hat einen Segel- und Kanuclub, und es gibt einen pr├Ąchtigen, terrassenf├Ârmig angelegten Rosengarten im klassischen Stil, der angeblich der gr├Â├čte der Welt ist. Obwohl es einen Parkh├╝ter gibt, sollte man entlegene Gebiete des Gartens nur in der Gruppe besuchen. Picknick und Braais (Grillen) sind an den daf├╝r vorgesehenen Orten erlaubt. Im schattig gelegenen Restaurant bekommt man ausgezeichneten Tee und Scones sowie Imbiss-Speisen.



Olifants Road, Emmarentia

Tel: (011) 782 05 17.

Internet: www.jhbcityparks.com

├ľffnungszeiten: T├Ąglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

KostenloserEintritt.



Melville Village

Normalerweise gehen die wohlhabenden Bewohner Johannesburgs nicht zu Fu├č, aber Melville ist eine angenehme, etwas schrullige Ausnahme. Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt gelegen, entsteht Melvilles nachbarschaftliche Atmosph├Ąre durch dieeigenartige Mischung aus Wohn- und Gesch├Ąftsgeb├Ąuden. Es kann sogar passieren, dass man sich f├Ąlschlicherweise in die Wohnung einer Privatperson begibt und sich fragt, wo denn die Bedienung bleibt. Die Hauptstra├čen, vor allem die Seventh Street, sind einen Spaziergang wert. Man kann Gesch├Ąfte f├╝r alte B├╝cher und Antiquit├Ąten oder sogar Body-Piercing-Salons besuchen, oder einfach im Stra├čencaf die Leute beobachten. Viele von Melvilles sch├Ânsten H├Ąusern - manche stammen aus dem 19. Jahrhundert - wurden zu charmanten Pensionen und G├Ąsteh├Ąusern umfunktioniert und erfreuen sich steigender Beliebtheit unter ausl├Ąndischen Besuchern.



Popul├Ąr bei Vogelbeobachtern und Spazierg├Ąngern mit Hunden ist das n├Ârdlich von Melville gelegene Naturschutzgebiet Melville Koppies Nature Reserve mit seiner typischen Highveld-Pflanzenwelt und arch├Ąologischen ├ťberresten von Siedlungen der Stein- und Eisenzeit. Es gibt sogar Reste damaliger Eisenschmelz├Âfen zu sehen.



Melville, erreichbar ├╝ber die Barry Hertzog Street, n├Ârdliche Vorst├Ądte



Melville Koppies Nature Reserve:

Eingang von der Arundel Road aus am Nordende der 3rd Avenue, Westdene

Tel: (011) 482 47 97.

Internet: www.mk.org.za

Kostenloser Eintritt.



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