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Die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten


Die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten

Apartheid Museum

Nelson Mandela war bezeichnenderweise derjenige, der das von Kritikern gefeierte Apartheid Museum im Jahre 2001 offiziell eroeffnete. Binnen kurzer Zeit wurde dieses außerordentlich beeindruckende Museum ein Muss fuer Touristen und Einheimische. Die Architektur des Gebaeudes ist nuechtern, mit viel Metall, Beton und Backstein, und die 22 Ausstellungsraeume befinden sich auf einer Flaeche von 6000 m.

Die Geschichte beginnt mit der Einfuehrung der Apartheid (was soviel wie getrennt sein" auf Afrikaans heißt) durch die National Party im Jahre 1948, die mit Hilfe von strengen Gesetzen die Rassentrennung von Schwarzen und Weißen durchsetzte. Die Ausstellung zeigt, wie Schwarze aus ihren Haeusern vertrieben und gezwungen wurden, in so genannten Townships (zu Deutsch "Gemeinden") zu leben. Jeder Aspekt des Lebens wurde nach Hautfarben getrennt, und Schulen, Krankenhaeuser, oeffentliche Verkehrsmittel, Friedhoefe, Geschaefte, selbst Parkbanken und Straende waren entweder nur fuer Weiße oder nur fuer Schwarze zugaenglich.

Das Museum verfolgt die Entwicklung des African National Congress (ANC) und der Widerstandsbewegung gegen die Apartheid sowie die Gruendung der schwarzen Homelands in den siebziger Jahren und die brutal niedergeschlagenen Proteste und Aufstaende. Durch seine Reformen leitete Praesident F.W. de Klerk das Ende der Apartheid ein. Es folgte die Freilassung von Nelson Mandela und anderer Aktivisten aus dem Gefaengnis, die ersten freien Wahlen fuer alle im Jahre 1994 und die Geburtsstunde einer neuen Demokratie.

Ein dramatischer Hoehepunkt des Museums ist zum Beispiel ein Raum, in dem 121 Schlingen von der Decke haengen, in Erinnerung an die 121 politischen Gefangenen, die waehrend des Apartheid-Regimes hingerichtet wurden. Ein weiterer Hoehepunkt ist bemerkenswertes Filmmaterial eines Interviews mit Nelson Mandela aus dem Jahre 1961, als er sich vor dem Regime versteckte. Ein Ausstellungsraum ist dem Sowetoer Studentenaufstand von 1976 gewidmet, als die Polizei das Feuer auf wehrlose Kinder eroeffnete. Eine Reihe von Fernsehmonitoren zeigen die entsetzlichen Bilder dieses verhaengnisvollen Tages. Auch auf dem dem restlichen Museumsgelaende befinden sich Monitore, die die Geschehnisse dieser Jahrzehnte lebendig werden lassen.

Nachdenklich stimmt die Moeglichkeit fuer den Besucher, sein altes Passbook im Museum abzugeben (diese Ausweispapiere benoetigten Schwarze, um die Homelands verlassen und sich in "weißen" Zonen aufhalten zu koennen) oder einen Kieselstein auf einen Berg Kieselsteine zu legen, als Zeichen der Solidaritaet mit den Opfern der Apartheid.

Ecke Northern Parkway und Gold Reef Road, Ormonde

Tel: (011) 309 47 00.

Internet: www.apartheidmuseum.org

Öffnungszeiten: Di-So 10.00-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Constitution Hill Museum

Eine relativ neue Sehenswuerdigkeit ist der beruechtigte alte Gefaengniskomplex Number Four, welcher erst 1983 geschlossen und 2004 als Interaktiv-Museum wieder eroeffnet wurde.

Waehrend der schlimmsten Zeiten des Apartheid-Regimes durchwanderten taeglich zwischen 2000 und 3000 schwarze Gefangene den Gefaengniskomplex. Meist wegen fehlender Ausweispapiere verhaftet, mussten sie unter entsetzlichen Bedingungen leiden. Beruehmte Insassen waren unter anderem Nelson Mandela und Mahatma Ghandi. Ein Teil der alten Gebaeude machte dem neuen Constitutional Court, dem Verfassungsgericht Platz. Die Verwendung von zum Teil originalen Ziegelsteinen soll symbolisieren, wie die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit fuer die Erschaffung einer gerechteren Zukunft genutzt werden koennen.

Im Gefaengnis selbst hat sich wenig veraendert: Das Graffiti an den Innenseiten der Zelltueren, riesige, noch mit Haferbrei verkrustete Toepfe, aus denen die Insassen wie Tiere essen mussten, die dunklen Zellen der Einzelhaft, wo Gefangene bis zu einem Jahr von nichts als Reiswasser leben mussten. Die Bedingungen des benachbarten Frauengefaengnisses waren zwar angeblich etwas besser, aber trotzdem mussten sich etliche Frauen eine einzige Zelle teilen, waehrend weiße Insassinnen (meist Aktivistinnen) ihre eigene hatten.

Wie im Apartheid Museum gibt es auch hier Hunderte von Monitoren mit Filmmaterial und Interviews von frueheren Gefangenen. Viele von ihnen kehrten zu Nummer Vier zurueck, als es ein Museum wurde. In der modernen Eingangshalle des neuen Verfassungsgerichtshofs sind Baeume eines afrikanischen Dorfes dargestellt, unter denen traditionell die Dorfaeltesten saßen und Entscheidungen trafen.

Ecke Kotze Street und Hospital Street, Braamfontein

Tel: (011) 381 31 00.

Internet: www.constitutionhill.org.za

Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr (letzte Fuehrung 16.00 Uhr), Sa 10.00-15.00 Uhr (letzte Fuehrung 14.00 Uhr).

Mit Eintrittsgebuehr; kostenloser Eintritt dienstags.

Lesedi Cultural Village

Lesedi bedeutet auf Sotho "Licht" und ist der Spitzname des Gruenders der Basotho Nation (Lesotho), Koenig Moshoeshoe. Das Zweieinhalb-Stunden-Erlebnis in diesem Kulturdorf beinhaltet authentische Volkstaenze, gefuehrte Besichtigungen von nachgebauten Zulu-, Ndebele-, Xhosa- und Pedi-Doerfern und eine traditionelle Mahlzeit im Restaurant Nyama Choma. Außerdem gibt es ein voll ausgestattetes Tagungszentrum und Gaestebungalows mit Badezimmern.

Broederstroom, auf der R512 in Richtung Hartbeespoort Dam.

Tel: (012) 205 13 94 oder (087) 940 99 33.

Internet: www.lesedi.com.

Öffnungszeiten: Tages- (11.30 Uhr) und Abendfuehrungen (16.30 Uhr), oder nach Terminabsprache.

Mit Eintrittsgebuehr.

Soweto

Waehrend des jahrzehntelangen Kampfes gegen ein tyrannisches Regime der weißen Vorherrschaft waren die Bewohner Sowetos (kurz fuer South Western Townships) lebende Symbole fuer den Sieg ueber die Unterdrueckung. Nelson Mandela, eine politische Ikone des spaeten 20. Jahrhunderts, lebte in Soweto, bevor er vom Apartheid-Regime zu lebenslanger Haft wegen Hochverrats verurteilt wurde (und davon 27 Jahre absaß). Um ein Gefuehl fuer die Umgebung zu bekommen, die einen solchen Mann formte, sollte man Soweto besuchen (Internet: www.soweto.co.za).

Obwohl Soweto offiziell zum Großraum Johannesburg gehoert, wird es von einer ausgedehnten Bergbau-Abraumhalde und einer stark befahrenen Autobahn vom Stadtrand getrennt. Tausende von winzigen, gemeindeeigenen Wohnhaeusern mit nur zwei Zimmern, trostlose Bergarbeiter-Wohnheime und pompoese Villen reihen sich in diesem beaengstigend ausgedehnten Township aneinander. Urspruenglich nur als voruebergehende Behausungen fuer Leiharbeiter der frueher ueberaus ergiebigen Witwatersrand Goldmine gedacht, wohnen heute zirka eine Million Menschen in Soweto.

Besucher, die sehen wollen, wo sich die friedliche Revolution Suedafrikas entwickelte, werden vom gaenzlichen Fehlen touristischer Einrichtungen ueberrascht sein. Auffallend ist auch der Gegensatz zwischen der oeden Umgebung und den lebhaften, freundlichen Bewohnern.

Da es weder Straßenschilder noch sichere oeffentliche Verkehrsmittel gibt, sollte man Soweto am besten mit einem guten Reiseveranstalter erkunden. Interessant sind Halbtagstouren zu geschichtlich relevanten Orten Sowetos oder abendliche Touren durch die Shebeen-Kneipen.

Die historischen Fuehrungen beinhalten Besuche des Hector Pieterson Memorial and Museum, der frueheren Behausungen der Nobel-Friedenspreistraeger Nelson Mandela und Bischof Desmond Tutu, der Regina Mundi Church, des Walter Sisulu Square of Independence (Platz der Unabhaengigkeit), des Avalon-Friedhofes, des Chris-Hani-Baragwanath-Krankenhauses, der Wohnung Winnie Madikizela-Mandelas and Morris Isaacson School (wo der Studentenaufstandes von 1976 begann). Der erst 13 Jahre alte Hector Pieterson war einer der ersten von zahlreichen Schuelern, die von der Polizei am 16. Juni 1976 erschossen wurden. Die Gedenkstaette enthaelt auch ein ergreifendes Foto des Journalisten Sam Nzima, welches zeigt, wie man Hectors leblosen Koerper durch Sowetos chaotische Straßen traegt und seine 17-jaehrige Schwester schluchzend nebenherlaeuft.

Neben der Gedenkstaette befindet sich das neu eroeffnete Hector Pieterson Museum, welches auf kreative Art und Weise, mit Hilfe von bewegenden Fotos und Filmaufnahmen, die Geschichte des 16. Juni erzaehlt. In den Mauern der Regina Mundi Catholic Church, wo Hunderte von Protestversammlungen stattfanden, sind noch immer die Einschlagloecher der Schuesse auf die Schutz suchenden Studenten zu sehen.

Der Walter Sisulu Square of Independence (frueher Friedensplatz genannt) in Kliptown, dem aeltesten Teil Sowetos, ist der Platz, wo die Freedom Charter, die Freiheitscharta, bei einer Massenkundgebung vom ANC vorgetragen wurde. Die Freedom Charter forderte die Gleichheit aller, und Walter Sisulu, der dem Platz nach seinem Tod 2003 seinen Namen verlieh, war einer der ANC-Delegierten. Im Jahre 1955 war es nur ein staubiges Stueck Land, aber seit 2003 wurde es zur Touristenattraktion entwickelt und ist jetzt ein schoener Platz mit einer Reihe von Denkmaelern und einer Touristeninformation.

Der Fuehrer der Kommunistischen Partei Suedafrikas, Joe Slovo, der 1995 an Krebs verstarb, war der erste Weiße, der auf dem Avalon Cemetery begraben wurde. Der nach Nelson Mandela wichtigste Anti-Apartheid-Aktivist Chris Hani, welcher 1993 ermordet wurde, verlieh dem Baragwanath Hospital, dem groeßten Krankenhaus der Welt, seinen Namen. Nachdem Mandela aus dem Gefaengnis entlassen wurde, baute er seiner entfremdeten Frau Winnie Madikizela-Mandela's in Soweto eine Villa, wo die geschiedene Frau des ehemaligen Praesidenten Suedafrikas noch heute lebt und ein hohes Ansehen genießt.

Eine abendliche Shebeen-Tour beleuchtet eher den Unterhaltungswert Sowetos. Das Wort stammt zwar aus dem Vokabular der irischen Bergleute, heute aber ist es ein Synonym fuer das vielseitige und zuweilen lautstarke Nachtleben der Bewohner Sowetos. Waehrend des Apartheid Regimes waren diese informellen Kneipen verboten. Manche bestehen nur aus ein paar Hockern vor einer Huette, andere sind moderne und schillernde Nachtclubs.

Manche Shebeens haben ihre Menues und Preise dem Touristenaufkommen angepasst, aber das kann man von Wandi's Place (Dube) nicht sagen. Hier gibt es traditionelle Kueche, wie zum Beispiel Umngqusho (Eintopf aus gestampften Bohnen und Mais), Morogo (wilder Spinat) und das in Soweto immer beliebte Chakalaka (Chilli-und-Bohnen-Salat). An einer Wand haben Gaeste Tausende von Visitenkarten angeheftet.

B's Place (Orlando East) ist in einem Anbau eines kleinen Wohnhauses aus den dreißiger Jahren untergebracht. An der Wand sind ausgeschnittene Zeitungsartikel ueber Soweto zu Zeiten der Apartheid zu sehen. Sorghum-Bier (aus Hirse) wird zu traditionellen Township-Gerichten wie Mogodu (Kaldaunen) und Pap (Maisbrei) gereicht.

Tebogo nennt seine trendige Taverne The Rock - New York in Soweto" - und hier versammelt sich die sozial aufsteigende Klasse der jungen schwarzen Geschaeftsleute. Man isst traditionell oder modern-afrikanisch, waehrend Bilder von Johannesburg an die Waende projiziert werden.

Die ersten Shebeens waren allesamt in den typischen Zwei-Zimmer-Haeuschen Sowetos untergebracht. Im Pinky's Place werden die Drinks noch immer im Wohnzimmer serviert, mit angrenzender Tanzflaeche im Freien unter einem strohgedeckten Dach.

Fuehrungen in Soweto kann man bei Jimmy's Face-to-Face Tours (Tel: (011) 331 61 09; Internet: www.face2face.co.za) oder JMT Tours (Tel: (011) 980 60 38; Internet: www.jmttours.co.za) buchen. Die Fremdenfuehrer sind Einwohner von Soweto, die es verstehen, die Geschichte und den Charakter dieses Townships zum Leben zu erwecken.

Soweto, 15 Min. westlich vom Zentrum Johannesburgs

Internet: www.soweto.co.za

Gold Reef City Vergnuegungspark und Casino

Urspruenglich als Modell Johannesburgs um 1890 waehrend des Goldrausches konzipiert, wurden das Gold Reef City Museum und die Raritaetenlaeden (in Nachbauten der urspruenglichen Gebaeude) von der groeßten Achterbahn der suedlichen Hemisphaere" und einem 60-Tische-Casino in den Schatten gestellt. Trotzdem vermittelt Gold Reef City noch immer ein gutes Bild von Johannesburgs faszinierender Bergbauvergangenheit und ist einen Besuch wert.

Der wirkliche Charme von Gold Reef City liegt in der Tatsache, dass unter der Freizeitpark-Fassade immer noch ein Tunnellabyrinth um den Number 14-Schacht existiert. Das urspruengliche Goldbergwerk war von 1887 bis 1971 aktiv. Je nach Nachfrage gibt es mehrere Fuehrungen einen 200 Meter langen Schacht hinab, wo Arbeiter aus ganz Afrika schwitzten, schufteten und starben.

Weiterhin Teil des Freizeitparks sind 14 Museen, viele Kunsthandwerk- und Raritaetenlaeden sowie taegliche Gummistiefel- und Can-Can-Tanzvorfuehrungen. Nicht zu vergessen ist das Kasino, welches ueber das Globe Theatre mit 500 Sitzplaetzen und das neue Lyric Theatre mit 1100 Plaetzen verfuegt.

Das Resultat ist eine außergewoehnliche Mischung aus Unterhaltung und Einblick in die Vergangenheit. Absolut sehenswert ist das detaillierte und faszinierende Modell der ueber- und unterirdischen Installationen einer Goldmine, angefangen vom Bohren eines Schachtes bis zur Produktion von Goldbarren. Ein weiterer Hoehepunkt ist das taegliche Gießen eines Goldbarren - angeblich soll der, der ihn mit einer Hand anheben kann, den Barren mit nach Hause nehmen duerfen.

Gold Reef City, Ormonde, 8 km vom Stadtzentrum.

Tel: (011) 248 68 00.

Internet: www.goldreefcity.co.za.

Öffnungszeiten: taeglich 09.30-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Newtown

Vor einigen Jahren war dieser zentral gelegene Teil Johannesburgs noch ein heruntergekommenes Elendsviertel, umgeben von duesteren, verfallenen Kuehltuermen und der riesigen, verlassenen Turbinenhalle des ersten Elektrizitaetswerks der Stadt auf Kohlebasis. Der allgemeine Zustand von Verfall und Verwahrlosung war im Central Business District allgegenwaertig.

Im Jahre 1998 wurde dann die Central Johannesburg Partnership (CJP) als eine private, gemeinnuetzige Organisation zur Wiederbelebung der Stadt gegruendet. Seitdem hat sich Newtown radikal veraendert. Man hat die alten Kuehltuerme angerissen, den Mary Fitzgerald Platz befestigt, die neue Nelson Mandela Bruecke errichtet, die ueber 40 Eisenbahnschienen fuehrt und Newtown mit Braamfontein verbindet, und den neuen Metro Mall Bahnhof fuer Minibus-Taxis gebaut. Man hat außerdem an langjaehrigen Sehenswuerdigkeiten wie dem Market Theatre, dem MuseumAfrica und der Oriental Plaza Verschoenerungsarbeiten vorgenommen. Neuere Attraktionen wie das Horror Cafe (das Caf-Theater gegenueber dem Electric Workshop), Bassline (Jazzclub) and das South African Breweries World of Beer wurden ebenfalls saniert.

Das beruehmte MuseumAfrica, Suedafrikas erstes neues Museum nach dem Fall des Apartheid-Regimes, und das Market Theatre befinden sich in einem praechtigen viktorianischen Gebaeude, das frueher der staedtische Obst- und Gemuesemarkt war, bis die vor allem indischen Haendler in die nahe gelegene Oriental Plaza umziehen mussten. In der Plaza kann man indisch essen oder Kleidung und Stoffe zu niedrigen Preisen erstehen. Die Bollywood-Musik gibt es gratis dazu.

Das Bensusan Museum and Library of Photography, das Museum of South Africa Rock Art und das Bernberg Museum of Fashion sind Teile des MuseumAfrica. Die Themen der Ausstellungen sind vielseitig und reichen vom Fruehzeitmenschen bis zum Kampf gegen die Apartheid.

Der Market Theatre Komplex beherbergt drei Theater: das Main Theatre, das Laager Theatre und das Barney Simon Theatre. Im Market Theatre konnte man viel Protesttheater gegen das Regime sehen. Dort wurden auch solch wegweisende Stuecke wie Athol Fugards Sizwe Banzi is Dead (1973) und Mbongeni Ngemas Sarafina (1988) uraufgefuehrt. Der politische Satiriker Pieter-Dirk Uys (in der Rolle seines Alter Egos Evita Bezuidenhout) hat hier seine ausverkauften Anti-Apartheid Ein-Mann-Shows vorgefuehrt.

Kippies (eine umgebaute viktorianische Toilette) galt lange Zeit als bester Jazz-Club Johannesburgs, und hier schmettert die Musik immer noch jedes Wochenende. Nur ein paar Schritte vom Eingang zum Market Theatre entfernt, gegenueber dem Museum und jenseits des Mary Fitzgerald Square in Newtown Park, befindet sich das neue Bassline (vorher in Melville), ein weiterer erstklassiger Jazz-Club. Das South African Breweries (SAB) World of Beer bietet Fuehrungen und Ausstellungen ueber das Bierbrauen an, mit der obligatorischen Bierverkostung am Ende. Dort gibt es auch Nachbauten einer Shebeen-Kneipe und einer Spelunke aus fruehen Bergbauzeiten.

Nach Newtown gelangt man von der Schnellstraße M1 oder ueber die Nelson Mandela Bridge von der Bertha Street in Braamfontein zur Ntemi Piliso Street in Newtown.

MuseumAfrica

121 Bree Street

Tel: (011) 833 56 24.

Öffnungszeiten: Di-So 09.00-17.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Market Theatre

121 Bree Street

Tel: (011) 832 16 41.

Internet: www.markettheatre.co.za

Öffnungszeiten: Verschieden, je nach Inszenierung.

Mit Eintrittsgebuehr.

SAB World of Beer

15 President Street

Tel: (011) 836 49 00.

Internet: www.worldofbeer.co.za

Öffnungszeiten: Di-Sa 10.00-18.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Horror Caf

15 Miriam Makeba Street

Tel: (011) 838 67 35.

Öffnungszeiten: Di-Sa 10.00 Uhr bis spaet; ein So im Monat geoeffnet (verschieden) 12.00-24.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Oriental Plaza

Sixth Avenue, Fordsburg

Tel: (011) 838 65 72.

Internet: www.orientalplaza-fordsburg.co.za

Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr, Sa 08.30-14.30.

Freier Eintritt.

Johannesburg Zoo

Im Johannesburger Zoo kann der Besucher zwar immer einen angenehmen Spaziergang durch wunderschoene Gaerten unternehmen, er hat aber vor allem die Moeglichkeit zu lernen, einen Leoparden von einem Geparden vor seiner naechsten Safari zu unterscheiden. Hier kann man aber auch einfach die Big Five, die fuenf fuer Jaeger gefaehrlichsten Tiere Afrikas, alle auf einmal sehen. Der Zoo genießt großes internationales Ansehen und hat mehr als 2000 Tiere, die in weitlaeufigen, begruenten Gehegen leben. Besucher koennen Tages- oder Nachtfuehrungen sowie Fuehrungen hinter die Kulissen" buchen. Mit der von einem Traktor gezogenen Zoo Ferry (Zoo-Faehre) kann man sich schnell umsehen, bevor man zu Fuß losmarschiert, und die Anlagen sind besonders kinder- und behindertenfreundlich. Die Gehege sind in Zonen eingeteilt: Spice Route (Gewuerz-Route", Tiere aus Asien), Heart of Africa (Im Herzen Afrikas", Gorillas, Schimpansen und andere zentralafrikanische Tierarten), Southern Safari (einheimische Tiere Suedafrikas), Extreme Environments (Extremklimas", Kamele, Eisbaeren und Pinguine) und Amazonia (Tiere Suedamerikas).

Ecke Jan Smuts Avenue und Upper Park Drive, Parkview

Tel: (011) 646 20 00.

Internet: www.jhbzoo.org.za

Öffnungszeiten: Taeglich 08.30-17.30 Uhr; letzter Einlass 16.00 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Museum fuer Militaergeschichte

Im selben Block wie der Zoo gelegen, befasst sich dieses kleine, aber umfassende Museum mit fast allen Perioden der suedafrikanischen Militaergeschichte. Man kann Uniformen, Panzer, Artilleriewaffen (einschließlich der in Suedafrika gebauten G-6), Handfeuerwaffen, zwoelf Flugzeuge und ein U-Boot besichtigen. Es gibt jedoch nur enttaeuschend kleine Sektionen ueber die Anti-Einberufungs-Bewegung (End Conscription Campaign) und die Beteiligung der schwarzen Bevoelkerung an den Burenkriegen. Im Museum sind CASSPIRS Schuetzenpanzer ausgestellt, welche in den Townships zur Niederschlagung der Aufstaende gegen das Apartheid-Regime eingesetzt wurden. Eine Ausstellung ueber den militaerischen Aspekt des ANC ist in Vorbereitung.

22 Erlswold Way, Saxonwold

Tel: (011) 646 55 13.

Internet: www.militarymuseum.co.za

Öffnungszeiten: Taeglich 09.00-16.30 Uhr.

Mit Eintrittsgebuehr.

Johannesburg Botanical Garden

Mit einer Flaeche von 148 Hektar ist der Botanische Garten, der sich vom westlichen Ufer des Emmarentia Dammes am Highveld Hang entlang zieht, eines der ruhigsten Plaetzchen der Stadt. Der Damm hat einen Segel- und Kanuclub, und es gibt einen praechtigen, terrassenfoermig angelegten Rosengarten im klassischen Stil, der angeblich der groeßte der Welt ist. Obwohl es einen Parkhueter gibt, sollte man entlegene Gebiete des Gartens nur in der Gruppe besuchen. Picknick und Braais (Grillen) sind an den dafuer vorgesehenen Orten erlaubt. Im schattig gelegenen Restaurant bekommt man ausgezeichneten Tee und Scones sowie Imbiss-Speisen.

Olifants Road, Emmarentia

Tel: (011) 782 05 17.

Internet: www.jhbcityparks.com

Öffnungszeiten: Taeglich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Kostenloser Eintritt.

Melville Village

Normalerweise gehen die wohlhabenden Bewohner Johannesburgs nicht zu Fuß, aber Melville ist eine angenehme, etwas schrullige Ausnahme. Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt gelegen, entsteht Melvilles nachbarschaftliche Atmosphaere durch die eigenartige Mischung aus Wohn- und Geschaeftsgebaeuden. Es kann sogar passieren, dass man sich faelschlicherweise in die Wohnung einer Privatperson begibt und sich fragt, wo denn die Bedienung bleibt. Die Hauptstraßen, vor allem die Seventh Street, sind einen Spaziergang wert. Man kann Geschaefte fuer alte Buecher und Antiquitaeten oder sogar Body-Piercing-Salons besuchen, oder einfach im Straßencaf die Leute beobachten. Viele von Melvilles schoensten Haeusern - manche stammen aus dem 19. Jahrhundert - wurden zu charmanten Pensionen und Gaestehaeusern umfunktioniert und erfreuen sich steigender Beliebtheit unter auslaendischen Besuchern.

Populaer bei Vogelbeobachtern und Spaziergaengern mit Hunden ist das noerdlich von Melville gelegene Naturschutzgebiet Melville Koppies Nature Reserve mit seiner typischen Highveld-Pflanzenwelt und archaeologischen Überresten von Siedlungen der Stein- und Eisenzeit. Es gibt sogar Reste damaliger Eisenschmelzoefen zu sehen.

Melville, erreichbar ueber die Barry Hertzog Street, noerdliche Vorstaedte

Melville Koppies Nature Reserve:

Eingang von der Arundel Road aus am Nordende der 3rd Avenue, Westdene

Tel: (011) 482 47 97.

Internet: www.mk.org.za

Kostenloser Eintritt.



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