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Oslo Kultur

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Kultur


Einleitung

Oslo hat, so wie man es von einer Hauptstadt erwartet, eine lebendige und vielfaeltige Kunstszene. Die Buehnen und Konzerthallen der Stadt ziehen regelmaeßig international bekannte Kuenstler an. Die Norweger sind stolz auf ihr Kulturerbe, was zweifelsohne daran liegt, dass sie ueber Jahrhunderte hinweg von Daenemark und Schweden dominiert wurden.

Eintrittskarten fuer nahezu alle Auffuehrungen in Oslo, von Konzerten bis hin zu Sportveranstaltungen, koennen bei jedem Postamt gekauft werden. Eintrittskarten koennen auch bei Billett Service (Tel: 8153 31 33; Internet: www.billettservice.no oder www.ticketmaster.no) bestellt werden und dann bei einem Postamt abgeholt oder an eine Adresse im Ausland geschickt werden.


Film

Informationen ueber die Programme der Kinos in Oslo gibt die Internetseite www.oslokino.no. Im Stadtzentrum gibt es zahlreiche Kinos, darunter das Colosseum, Fridtjof Nansens Vei, das Eldorado, Torggata 9 und das Vika Kino, Ruseløkkveien. Die zentrale Telefonnummer fuer Reservierungen von Eintrittskarten fuer alle großen Kinos ist 8203 0000. Filme werden in Norwegen in der Originalsprache und mit norwegischen Untertiteln gezeigt. Eine Ausnahme bilden Kinderfilme, die in der Regel synchronisiert sind. Das Norsk Filminstitutt, Dronningens Gate 16 (Tel: 22 47 45 00) zeigt alternative und klassische Filme.

Literarische Anmerkungen

Literarische Werke werden in Norwegen zahlreich produziert. Trotzdem sind nur relativ wenige davon bisher in andere Sprachen uebersetzt worden.

Zu den bekanntesten, norwegischen Schriftstellern, die in Oslo gelebt und gearbeitet haben, gehoert Bjørnstjerne Bjørnson. 1903 war er der erste norwegische Schriftsteller, der den Nobelpreis erhielt. Sein großer Freund und Rivale, Henrik Ibsen, hat diese Ehrung nie erhalten, obwohl sich die Nachwelt ihm gegenueber viel freundlicher verhielt. Wie Bjørnson ist Ibsen kein gebuertiger Osloer. Er zog 1850 in die Hauptstadt, wo er gleich im ersten Jahr zwei Theaterstuecke schrieb, die Tragoedie Catilina und Das Huenengrab. Urspruenglich wollte Ibsen Arzt werden, aber als er 1851 durch die Aufnahmepruefungen fuer das Medizinstudium fiel, zog er nach Bergen, um dort in einem kleinen Theater zu arbeiten. 1857 kehrte er als Direktor des neuen norwegischen (Norske) Theaters nach Oslo zurueck. Spaeter wurde er Direktor des Christiania Theaters. 1864 erhielt Ibsen vom Staat ein Stipendium fuer Auslandsreisen. Fortan reiste er 27 Jahre lang im Ausland umher und kehrte zwischendurch nach Norwegen nur fuer kurze Besuche zurueck. In den 1870-er Jahren arbeitete er mit dem Komponisten Edward Grieg an der Premiere von Peer Gynt (1867). 1891 kehrte Ibsen schließlich dauerhaft nach Norwegen zurueck und verstarb am 23. Mai 1906 in Oslo.

1920 war Knut Hamsun der zweite norwegische Schriftsteller, der den Nobelpreis erhielt. Urspruenglich aus Nordland, zog er 1878 nach Oslo, wo er eine Zeit lang in Armut lebte, bevor er sich aufmachte, um durch die Vereinigten Staaten von Amerika zu ziehen. Sein spaeteres Leben ist von seiner Unterstuetzung fuer die Nazis ueberschattet. Zwei seiner beruehmtesten Werke sind Hunger (1890) und Segen der Erde (1917).

Im Gegensatz zu Hamsun war Sigrid Undset, die in Oslo aufwuchs und dort ihre fruehen Romane schrieb, ein Mitglied des Widerstands und eine ausgesprochene Gegnerin des Naziregimes. Ihr literarisches Werk wurde von den Nazis verboten und sie wurde gezwungen, ins Exil nach Amerika zu fliehen bis der Krieg vorbei war. 1928 erhielt sie den Nobelpreis fuer Literatur. Ihr beruehmtestes Buch ist Kristin Lavransdatter (1920-1922), ein historischer Roman, der im Norwegen des 14. Jahrhunderts spielt.

Der bekannteste zeitgenoessische Schriftsteller ist Jostein Gaarder, der 1990 fuer sein Werk Das Kartengeheimnis den Preis der norwegischen Literaturkritiker erhielt. Sein Roman Sofies Welt (1991) ueber die Geschichte der Philosophie wurde in ueber 50 Sprachen uebersetzt und verfilmt.

Musik

Das Osloer Philharmonieorchester gibt zweimal woechentlich Konzerte (außer im Juli und in der ersten Augusthaelfte) im Konserthuset, Munkedamsveien (Tel: 23 11 31 00; Internet: www.oslokonserthus.no), das im Stadtzentrum liegt. Die norwegische Oper und Ballett, Kirsten Flagstads Plass 1 (Internet: www.operaen.no), ist die neueste Errungenschaft in der Osloer Kulturszene. Das preisgekroente Gebaeude am Hafen oeffnete Anfang 2008 seine Tueren und sticht durch sein Design in der Silhouette der Stadt hervor. Die eindrucksvolle, winkelige Gebaeude-Struktur aus Glas ragt ueber den ausgedehnten Fjorden.

Das Opern-Haus ist Gastgeber fuer Opern- und Ballett-Vorfuehrungen sowie fuer Theaterstuecke und moderne Musikkonzerte von Kuenstlern von Weltrang.

Das Radio Orchester und das norwegische Kammerorchester praesentieren Konzertserien in verschiedenen Veranstaltungsorten der Stadt. Auch das Oslo Sinfonietta (Tel: 22 42 70 95; Internet: www.oslosinfonietta.no), das seit 1985 zeitgenoessische Musik macht, tritt an verschiedenen Veranstaltungsorten auf.

Die alte Aula der Universitaet von Oslo, Karl Johansgate (Tel: 22 85 95 55) hat eine hervorragende Akustik, was sie zu einem der beliebtesten Veranstaltungsorte fuer musikalische Auftritte macht.

Ebenfalls beliebt ist Gamle Logen, Grev Wedels Plass (Tel: 22 33 44 70; Internet: www.logen.no), die Konzerthalle des Komponisten Edvard Griegs, der durch Renovierungen wieder zu ihrem alten Glanz verholfen wurde.

Die Staatsakademie der Musik, Gydas Vei (Tel: 23 36 70 00; Internet: www.nmh.no) bietet das umfangreichste Konzertprogramm in Oslo an. Die meisten Konzerte sind kostenlos, obwohl bei einigen die Öffentlichkeit nicht zugelassen ist.

Der Chor der Osloer Kathedrale singt sowohl zeitgenoessische als auch traditionelle Lieder. Er gibt gelegentlich Konzerte und tritt bei Gottesdiensten auf. Andere Konzerte werden ebenfalls gelegentlich in der Kathedrale gegeben.

Tanz

Norwegen hat eine starke Volkstanztradition, die Masurkas und Polkas auf die Tanzflaeche bringt. Internationale und norwegische Kuenstler treten regelmaeßig im Dansens Hus, Kristian IVs Gate (Tel: 22 42 00 60; Internet: www.dansenshus.com) auf. Im Sommer gibt es zweimal woechentlich Auftritte von Volkstanzgruppen im Konserthuset (Siehe Musik). Jeweils dienstags, mittwochs, freitags und samstags steht im Juli und August ein traditioneller "Norwegischer Abend" im Norsk Folkemuseum auf Bygdøy (Siehe Stadtbesichtigung) auf dem Programm.

Das Norwegische Nationalballett gibt seine Auffuehrungen auf seiner eigenen Buehne in der Norwegischen Oper, Storgaten 23 (Tel: 23 31 50 00 oder 81 54 44 88 fuer Buchungen; Internet: www.operaen.no). Außerdem gibt es zahlreiche Auffuehrungen außerhalb und zeigt dabei die besten norwegischen Taenzer und Gastkuenstler aus dem Ausland. Es verfuegt ueber ein vielfaeltiges Repertoire, in dem sowohl traditionelle als auch zeitgenoessische Stuecke enthalten sind.

Theater & Konzerte

Allgemeine Informationen ueber das norwegische Theater gibt die Internetseite www.teaternett.no. Das kunstvoll verzierte Nationaltheater von Oslo, Stortings Plass 15 (Tel: 22 00 14 00; Internet: www.nationaltheatret.no) bringt meist norwegische Stuecke auf die Buehne. Das internationale Ibsen-Buehnen-Festival findet hier alle zwei Jahre statt. Das Nationaltheater von Oslo verfuegt ueber zwei Buehnen im historischen Gebaeude und ueber eine weitere im Torshovteatret, Vogts Gate 64, im Osten von Oslo, wo das Unternehmen eher experimentelle Stuecke auffuehrt. Die andere große Theatergesellschaft Oslos ist das Norwegische Theater, Kristian IV's Gate 8 (Tel: 22 42 43 44; Internet: www.detnorsketeatret.no), die in der zweiten Form der norwegischen Sprache, in Nynorsk (neues Norwegisch) Stuecke auffuehrt. Das Oslo Nye Teater, Rosenkrantzgate (Tel: 22 34 86 00; Internet: www.oslonye.no) praesentiert auf seinen vier Buehnen, Hovedscenen, Centralteatret, Cafescenen und Dukketeatret (Puppentheater) eine Vielzahl von Genres.



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