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Polen Wirtschaftsprofil


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Wirtschaftsprofil

Wirtschaft



Wichtige Wirtschaftszweige

Seit der Einfuehrung der freien Marktwirtschaft 1989 hat eine erfolgreiche Umstrukturierung der polnischen Wirtschaft stattgefunden. Die Industrie und der Dienstleistungssektor sind heute die wichtigsten Arbeitgeber. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Bereiche Lebensmittelverarbeitung, Energieversorgung, Bergbau und Huettenindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugbau und Textilien. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP betraegt 64,3 % , der Industrie ca. 31,2 % und der Landwirtschaft ca. 4,5 % (Stand: 2008). Seit 1990 wird ein staendiger Rueckgang des Anteils der Land-, Forstwirtschaft und Jagd am Bruttoinlandprodukt (BIP) verzeichnet. Dennoch beschaeftigt die Landwirtschaft immer noch 17,4 % (Stand: 2008) aller aktiven Arbeitnehmer in Polen. Haupterzeugnisse sind Roggen, Weizen, Hafer, Zuckerrueben und Kartoffeln. Nutzvieh ist ein bedeutender Devisenbringer. Die polnische Landwirtschaft ist weiterhin von einem sehr hohen Anteil kleiner Betriebe, mangelhafter Infrastruktur und fehlenden Beschaeftigungsalternativen gepraegt.

Die Bedeutung des privaten Sektors in der Wirtschaft nimmt weiter zu. Der Privatsektor erwirtschaftet inzwischen 70 % des BIP und beschaeftigt rund 75 % (Stand: 2008) der Arbeitnehmer. Der Anteil des privaten Sektors an der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel steigt kontinuierlich und wird durch die Privatisierung der Telekommunikation, der Energieerzeugung und der polnischen Staatsbahn weiter anziehen. Er steigt in der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel kontinuierlich weiter, die Privatisierung der Großbetriebe, insbesondere in den schwierigen Branchen wie z.B. Stahlindustrie/Huetewesen, erfolgt jedoch sehr zoegerlich.

Der Tourismussektor hat Wachstumspotential. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2004 kamen mit rund 52 Millionen Besuchern 20 % mehr Touristen nach Polen als im Vorjahreszeitraum.

Wirtschaftslage

Polen konnte in den neunziger Jahren dank starker Inlandnachfrage, Privatisierungen und gesteigerte Exporte in die Laender der EU ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach etwa zweijaehriger Stagnation setzte von 2003 bis 2007 ein erneutes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % bis 6,7 % ein. In 2008 schwaechte sich das Wirtschaftswachstum auf 4,8 % ab, da auch Polen von der Weltwirtschaftskrise heimgesucht wurde, wenn auch mit zeitlicher Verzoegerung. Die Inflationsrate lag 2007 mit 2,5 % deutlich unter 5 % - ein unbestreitbarer Erfolg der polnischen Antiinflationspolitik der 90er Jahre. 2008 machte die Inflationsrate mit 4,2 % einen Sprung nach oben, ausgeloest durch den weltweiten Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise und der hohen Lohnsteigerungen in Polen.

Die trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums hohe Arbeitslosigkeit ist eines der zentralen Probleme Polens. Die Arbeitslosenquote verharrte bis 2003 jahrelang bei 19 % und sank bis 2005 auf 17,6 %. Dennoch hatte Polen damit weiterhin die hoechste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Sie sank jedoch kontinuierlich und erreichte im zweiten Halbjahr 2008 erstmals seit der Wende einen einstelligen Betrag, 2009 liegt die Arbeitslosenquote wieder deutlich ueber 10 %. Das Haushaltsdefizit lag 2007 bei 2 % des BIP und stieg 2008 wieder leicht auf 2,7 %. Damit erfuellt Polen die fiskalischen Konvergenzkriterien zur Einfuehrung des Euros (Maastrichter Kriterien).

Der polnische Außenhandel entwickelte sich wie in den letzten Jahren auch 2005 dynamisch. Das Schwergewicht hat sich dabei auf die EU-Laender verlagert (77,5 % der Exporte und 61,4 % der Importe), wobei Deutschland eine herausragende Stellung einnimmt. Besonders erfreulich entwickeln sich seit einiger Zeit die polnischen Exporte. Unterstuetzt durch auslaendische Direktinvestitionen, sind viele polnische Erzeugnisse inzwischen auch qualitativ wettbewerbsfaehig.

Wirtschaftspolitik

Im Rahmen der Integration im EU-Raum, die an erster Stelle steht, beabsichtigt die Regierung eine Vereinfachung des Steuerwesens und die Werbung neuer auslaendischer Investitionen. Tiefere Steuern als in den Nachbarlaendern (insbesondere Deutschland) sollen den Standort Polen attraktiver machen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass Polen den Euro fruehestens 2010/2011 einfuehren kann. Polen bleibt Beitrittskandidat zum Wechselkursmechanismus II. Die Gesamtverschuldung lag 2008 bei 45,9 % des BIP, deutlich unter den Maastrichter Kriterien (60 %).

Handelspartner

Deutschland, Italien, Russische Foederation, Frankreich, Großbritannien, China (VR), Tschechische Republik und die Niederlande

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Am 1. Mai 2004 trat Polen der Europaeischen Union (EU) als Mitglied bei. Polen ist auch Mitglied der ILO, IMF, UNO, UNESCO, FAO, UNICEF, WHO, UNHCR, ITU, GATT, WMO, WTO (1995), OECD (1996), UPU, OSShD, ICAO, IMO, UNCTAD, UNDP, UNIDO, WIPO, INTERSPUTNIK, UNEP, IBSFC, HELCOM, OSCE, IFC, Weltbank, EBRD, Europarat, Ostseerat und der NATO. Polen ist ferner Gruendungsmitglied der CEFTA.

Umgangsformen

Relativ formell, Geschaeftsreisen sollten lange im Voraus vereinbart werden. Angestellte in staatlichen Organisationen und Behoerden machen keine Mittagspause und nehmen dafuer ihre Hauptmahlzeit nach 15.00 Uhr ein.



Geschaeftszeiten:
Mo-Fr 07.00-16.00 Uhr.

Kontaktadressen

Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft

Glinkastraße 5-7, D-10117 Berlin

Tel: (030) 220 25 51.

Internet: www.wirtschaft-polen.de

Abteilung fuer Handel und Investitionen der Polnischen Botschaft

Titlgasse 15, A-1130 Wien

Tel: (01) 877 73 12.

Internet: www.handelsratpolen.at

Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft

Elfenstrasse 9, Postfach 198, CH-3006 Bern

Tel: (031) 350 82 82.

Internet: http://www.berno.polemb.net/

Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC)

c/o SOFI, Stauffacherstr. 45, CH-8026 Zuerich

Tel.: (044) 249 48 80.

Internet: www.sec-chamber.ch

Deutsch-Polnische Wirtschaftsfoerderungsgesellschaft AG

Ul. Kobylogrska 68 , PL-66-400 Gorzw Wlkp (Landsberg an der Warthe)

Tel: (95) 720 83 40.

Internet: www.twg.pl

Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Polnisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)

Ul. Miodowa 14, PL-00-246 Warszawa

Postanschrift: P.O. Box 62, PL-00-952 Warszawa

Tel: (22) 531 05 00.

Internet: www.ihk.pl

Krajowa Izba Gospodarcza (Handelskammer)

Trebacka 4, PO Box 361, PL-00-074 Warszawa

Tel: (22) 630 96 00.

Internet: www.kig.pl

Konferenzen/Tagungen

Die groeßten Konferenzzentren befinden sich in Warschau, Posznan, Krakau, Wroclaw und Gdansk, einige andere Staedte bieten ebenfalls Konferenzeinrichtungen.

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