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Länderinformationen Mosambik

Mosambik Gesundheitssystem


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Gesundheit

Erforderliche Impfungen

Gelbfieber Vorsichtsmaßnahmen: Nein
Impfschein erforderlich: 1
Cholera Vorsichtsmaßnahmen: 2
Impfschein erforderlich: Nein
Typhus & Polio Vorsichtsmaßnahmen: Ja
Impfschein erforderlich: -
Malaria Vorsichtsmaßnahmen: 3
Impfschein erforderlich: -
Essen & Trinken Vorsichtsmaßnahmen: 4
Impfschein erforderlich: -
Vorsichtsmaßnahmen

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Fluessen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewaessern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die durch Stechmuecken uebertragenen Tropenkrankheiten Dengue- und Chikungunya-Fieber kommen landesweit, v.a. aber an der Kueste vor. Dort besteht auch ein Risiko fuer die ebenfalls durch Muecken uebertragene Filariose. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei laengerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevoelkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr fuer alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanuelen und Bluttransfusionen koennen ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Epidemische Ausbrueche der Meningokokken-Meningitis koennen ebenfalls auftreten. Um sich zu schuetzen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Pest kommt in den Provinzen Tete und Zambezia vor. Der Schutz vor Ratten und Floehen durch sichere Schlafplaetze und haeufigeres Waeschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Taetigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Die Schlafkrankeit kommt in der Provinz Tete vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Tollwut kommt landesweit vor. Übertraeger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermaeuse. Fuer Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei laengeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie moeglich aerztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch problematisch. Haeufig fehlen auch europaeisch ausgebildete, Englisch oder Franzoesisch sprechende Ärzte.

Ein ausreichender, dort gueltiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlaessige Reiserueckholversicherung sind dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschuetzt werden.

Anmerkung

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem Endemiegebiet einreisen wollen und ueber ein Jahr alt sind. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen. Ausgenommen sind Reisende, die in Mosambik den Flughafen nicht verlassen.



[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch in verschiedenen Regionen. Von Cholera-Erkrankungen ist vor allem die einheimische Bevoelkerung betroffen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise aerztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ganzjaehrig in allen Landesteilen erforderlich. Die vorherrschende gefaehrlichere Form Plasmodium falciparum soll stark gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein.



[4]
Landesweit besteht eine erhoehte Infektionsgefahr fuer diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getraenke uebertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amoebenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zaehneputzen und zur Eiswuerfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anruehren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemuese sollte gekocht und Obst geschaelt werden.

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