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Länderinformationen Armenien

Armenien Urlaubsorte & Ausfl³ge


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Urlaubsorte & Ausfluege

Einleitung

Die oestlichen Randgebiete der Republik im Grenzbereich zu Aserbaidschan sollten gemieden werden. Die im folgenden Abschnitt beschriebenen Sehenswuerdigkeiten liegen in Regionen, die vom Kriegsgeschehen nicht betroffen sind und wahrscheinlich auch nicht in die Auseinandersetzungen hineingezogen werden. Dennoch sollte man sich vorher beim Auswaertigen Amt in Berlin, dem Außenministerium in Wien bzw. dem EDA in Bern ueber die aktuelle Lage informieren.

Zahlreiche imposante Baudenkmaeler sind Zeugnis der jahrtausendealten Kultur der Armenier. Großartige Kuppelbauten und Basiliken findet man ueberall in diesem Gebirgsland. Die armenisch-christliche Kunst erlebte ihre Bluetezeit im 4.-11. Jahrhundert.

Straende

Bei klarer Witterung kann man den Sevan-See schon von weitem sehen. Er liegt rund 70 km von Eriwan entfernt. Die herrlichen Straende und sein klares Wasser machen diesen groeßten See im Kaukasus zu einem idealen Ausflugsziel. Durch unueberlegte hydroelektrische Projekte und Irrigation in den siebziger Jahren hat sich leider der Wasserspiegel bis zu 16 m gesenkt und stellt ein Umweltproblem fuer die Region dar, da Flora und Fauna stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Sevan am Nordufer des Sees war einer der beliebtesten Badeorte zu Sowjetzeiten. Heute hofft man auf Auslandsinvestitionen und neue Gaeste aus dem In- und Ausland.

Eriwan

Die armenische Hauptstadt an den Ufern des Razdan ist eine der aeltesten Staedte der Welt und wurde vor annaehernd 2800 Jahren gegruendet. Leider wurden große Teile der Altstadt in den dreißiger Jahren abgerissen. Die neuen Gebaeude sind meist in dem fuer Armenien typischen braun-rosafarbenen Tuffstein erbaut. An klaren Tagen kann man jenseits der tuerkischen Grenze die beiden Gipfel des Bergs Ararat sehen, wo angeblich die Arche Noah nach der Sintflut strandete. Das Matenadaran in der Stadtmitte beherbergt eine Sammlung der aeltesten Manuskripte der Welt. Sehenswert ist auch die Kirche der Heiligen Hripsime. Jerewan besitzt eine Reihe von Museen, unter anderem das sehenswerte staatliche Museum fuer Volkskunst sowie die Kinderkunst-Galerie. Diese Galerie stellt ausschließlich Kunstwerke von Kindern im Alter zwischen 3 und 16 Jahren aus und ihre Kunstsammlung umfasst mittlerweile ueber 100.000 Bilder von Kindern aus 130 Laendern. Das Historische Museum erlaubt einen Einblick in die armenische Geschichte und Kunstgeschichte. Eine Sammlung von Werkzeugen, die Ausstellungsstuecke aus der Stein- und Eisenzeit bis zum 19. Jahrhundert umfasst, ist besonders interessant.

Kirchen und Kathedralen

Etschmiadsin, von 180-340 Hauptstadt des Landes, liegt ca. 20 km von Eriwan entfernt und gilt als religioeses Zentrum Armeniens. Die Kathedrale von Etschmiadsin ist ein Paradebeispiel klassischer armenischer Architektur. Sie wurde 303 n. Chr. erbaut und ist eine der aeltesten christlichen Kirchen der Welt, in welcher heute noch Messen abgehalten werden. Unter den Schaetzen der Kathedrale befindet sich auch ein Stueck Holz der Arche Noah so heißt es zumindest. Die Kirchen in Ripsime (618 erbaut), Gayane (630) und Shogakat (1694) sind ebenfalls sehenswert. Unweit von Etschmiadsin in Zvartnots befinden sich die Ruinen der St. Georgskirche, die im 7. Jahrhundert errichtet wurde und von legendaerer Schoenheit gewesen sein soll. Das Kloster Geghard (35 km oestlich von Jerewan) liegt in einer steilen, steinigen Schlucht und ist eine der eindrucksvollsten Sehenswuerdigkeiten des Landes. Die Kirchen des Klosterkomplexes, die aus dem 13. Jahrhundert stammen, sind in ihrem Inneren mit wundervollen Schnitz- und Steinmetzarbeiten bestueckt. In einer der Kapellen, die aus massivem Stein direkt aus dem Fels gehauen ist, fließt eine heilige Quelle. In Garni, im gruenen Tal des Azat-Flusses an der Straße zwischen Geghard und Eriwan, steht ein heidnischer Sonnentempel, der im 1. Jahrhundert n. Chr. auf Befehl des Koenigs Thiridates I. erbaut wurde. Ein Erdbeben zerstoerte 1679 den Tempel, der jedoch 1978 voellig restauriert wurde. Garni ist das einzige hellenische Bauwerk auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und bietet eine herrliche Aussicht auf das zauberhafte Tal. Ein roemisches Badehaus mit einem gut erhaltenen Mosaikfußboden wurde vor kurzem ganz in der Naehe ausgegraben.

Sehenswuerdigkeiten

Im 53 km von Eriwan entfernten Sardarapat steht eine Gedenkstaette, die 1968 zur Erinnerung an den Sieg der Armenier ueber die Tuerken 1918 erbaut wurde. Architektonische Monumente und faszinierende Skulpturen machen ihren Reiz aus. Geschichtsbewusste werden sich fuer das Kloster Sevan interessieren (9. Jahrhundert). Einst soll es als Exil fuer in Ungnade gefallene armenische Adelige gedient haben. Noerdlich von Sevan, weiter im Bergland, liegt der beliebte Kurort Dilizan. Das Kloster Agartsin, nur wenige Kilometer oestlich von Dilizan, war eines der wichtigsten Kulturzentren im Mittelalter. Dieses architektonische Meisterwerk ist eines der wenigen Bauwerke, die aus dieser Zeit (10.-13. Jh.) vollstaendig erhalten geblieben sind. Das praechtige Refektorium ist besonders beeindruckend. Kloster Goschawank (25 km von Dilizan) beherbergt wunderbare Beispiele der Steinmetzarbeiten, fuer die die Region im Mittelalter beruehmt war. Die Festung Amberd auf dem Berg Aragats (50 km von Eriwan) ist wie geschaffen fuer ein Picknick.

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