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| Die einzige touristische Region der Insel, die auch politisch eine Einheit bildet ist das zu Großbritannien gehörende Nordirland. Es umfasst sieben Grafschaften: Antrim, Armagh, Belfast, Down, Fermanagh, Londonderry und Tyrone und erstreckt sich mit gut 14.000 Quadratkilometer über etwa ein Sechstel der gesamten Insel. Die Hauptstadt ist Belfast, zweitwichtigste Kommune ist die Stadt, die je nach politischer Optik Derry oder Londonderry genannt wird. Dank ihrer zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten sind die Städte auch führend in der touristischen Statistik des Nordens. |


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 Im Castlecourt Einkaufszentrum. Foto: Ireland Tourism
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Nordirland erlebte in den letzten Jahren einen äußerst positiven sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung – nicht zuletzt durch das 1998 geschlossene Friedensabkommen. Neben Derry profitiert vor allem Belfast von dieser neuen Entwicklung und ist heute ein attraktives Städteziel mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, guten Restaurants und Geschäften und einem quirligen Nachtleben.
Belfast zählt knapp 300,000 Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt der Insel. Das riesige Hafenbecken des Lagan River, das sich tief bis ins Zentrum der Metropole hineinzieht, bestimmt das Stadtbild und gibt ihr ein maritimes Flair. Als Belfasts Wahrzeichen gilt die City Hall, das mächtige Rathaus mit seiner 52 Meter hohen Kuppel. Zum Gedenken an die Verleihung des Stadtstatuses durch Queen Victoria im Jahre 1888 wurde die City Hall 1906 fertig gestellt. Die Queen’s University im gleichnamigen Quarter, insbesondere den Lanyon Room, benannt nach dem Architekten Sir Charles Lanyon, der das Queen’s Bilding entwarf, sollte man in seine Besichtigungstour einschließen. Ein weiteres sehenswertes Viertel, das Cathedral Quarter, beherbergt Belfasts neues Kulturzentrum, die St. Anne’s Cathedral. Andere viel besuchte Sehenswürdigkeiten sind der Botanische Garten, das Ulster Museum und in der Stadt der Crown Liquor Saloon, ein viktorianisches Pub. Die Bailey’s Historic Pubs Tour schließt weitere historisch interessante Kneipen in ihren Rundgang ein. Zum Bestand der Linen Hall Library gehören umfassende Archive und über 26.000 Bücher über irische Politik und Theatergeschichte. Das interaktive Wissenschaftsmuseum W5 ist nur eine der Attraktionen des Odyssey Komplexes. In der Waterfront Hall, eine der besten Konzerthallen Europas, treten regelmäßig weltbekannte Stars aus allen Musik- und Kunstsparten auf. Seit Abflauen der politischen Auseinandersetzungen gibt es auch touristische Fahrten, zum Beispiel mit den Black Taxis, durch die einstigen Zentren der Auseinandersetzungen. Beeindruckend sind aber auch die Neubauten am Lagan River, der allmählich zu einer Promenade wird. Auch für die stillgelegte Werft, auf der einst die Titanic entstand, gibt es touristisch attraktive Pläne.

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 Die Belfast City Hall. Foto: Ireland Tourism
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Auch in Derry, dem zweiten Brennpunkt der „troubles“ zwischen Protestanten und Katholiken, sind die typischen Wandmalereien jener Zeit heute eine Sehenswürdigkeit. Die Hauptattraktion der Stadt ist aber ihre komplett erhaltene Stadtmauer, die einen Rundgang erlaubt. Auch die St. Columb’s Cathedrale von 1633 und das Tower Museum der Stadt sind einen Besuch wert.
Neben den beiden Städten hat Nordirland aber auch eine natürlich geschaffene Attraktion von Weltrang, den Giant’s Causeway, 1986 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Der nach einer Legende genannte „Damm des Riesen“ besteht aus mehr als 40.000 sechseckigen Basaltsäulen, die wie eine Halbinsel in die See hineinragen. Sie wurden vor rund 60 Millionen Jahren durch vulkanische Vorgänge geschaffen. Ähnliche Formationen gibt es auf der „gegenüber“ liegenden schottischen Insel Staffa – daher die Idee vom Damm.
Nicht allzu weit vom Giant’s Causeway entfernt, beim Dorf Bushmills, arbeitet die älteste Whiskey-Distillerie der Welt, Old Bushmills. Bei Führungen lernen Besucher auch die Geschichte des „Lebenswassers“ kennen, zum Abschluss gibt es eine Kostprobe.
Ebenfalls in der Nähe steht Dunluce Castle, eine besonders spektakuläre Burgruine am Klippenrand, weil einst, als Dunluce noch bewohnt war, ein Teil der Anlage mit dem Felsen ins Meer stürzte.
Im Landesinneren zeichnet sich Nordirland, durch große Seen, und spektakuläre Täler in den felsigen Regionen aus – beliebte Reviere bei Wanderern und sportlichen Fahrradurlaubern. Durch den reaktivierten Shannon-Erne-Waterway, ein historisches Kanalsystem, können nun Hausboot-Kapitäne von der Republik bis weit noch Nordirland schippern.
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Land Großbritannien und Nordirland Flughafen Belfast Belfast City
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Quelle: Tourism Ireland / bearbeitet von pairola-media
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