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Abaco - nicht nur zum Segeln paradiesisch
Veröffentlicht am Freitag, 09.Juni 2006 um 08:00 Uhr
Thema: Fernreisen
Malerische Buchten, kristallklares Wasser, idyllische Dörfer und einsame lange, weiße Sandstrände - das ist Abaco. Diese im Nordosten der Bahamas gelegene Inselgruppe bietet mit ihren beschaulichen Orten ideale Voraussetzungen für einen erholsamen, entspannten Urlaub.


Radler in New Plymouth.
Foto: BTO

Wegen der kurzen Distanzen zwischen den Inseln, der zahlreichen Ankerplätze und geschützten Häfen erfreut sich Abaco zunehmender Beliebtheit bei den Seglern. Viele Regatten werden hier ausgetragen, wobei die größte "Regatta Time" stets im Juli stattfindet und ein besonders unterhaltsames Rahmenprogramm bietet. Das Örtchen Marsh Harbour mit seinen vier Charterbasen gilt als Zentrum des Segelsports. In Man-O-War zimmern noch heute kleinere Handwerksbetriebe, die meistens seit Generationen im Familienbesitz sind, wunderschöne Yachten und Segelschiffe aus Holz.

Doch Abaco ist nicht nur für die Segler attraktiv. Die Freunde des Golfsports finden auf Treasure Cay einen der schönsten 18-Loch-Plätze der Bahamas. Taucher und Schnorchler kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Ein besonderer Höhepunkt ist das Schnorcheln in den Blue Holes, ein typisches Phänomen für die Bahamas. Diese von Felsen umgebenen "Löcher" sind große Süßwasserquellen, die aus einer Tiefe von bis zu 60 Metern an die Meeresoberfläche sprudeln. Im Meer sind sie vollkommen vom Wasser überflutet, an Land dagegen überragen die Felswände den Wasserspiegel oft um mehrere Meter. Der Pelican Cays Land & Sea Park vor Great Abaco ist für seine herrlichen Unterwasserhöhlen, endlosen Korallenriffe und eine insgesamt äußerst vielseitige Meeresfauna und -flora bekannt ist. Wracktaucher unternehmen gern einen Ausflug zu einer der 500 spanischen Galeeren, die auf dem Meeresboden liegen.



Papagei auf Abaco.
Foto: BTO

Auch über Wasser ist Abaco bekannt für seinen Tier- und Pflanzenreichtum. Der vom Aussterben bedrohte Bahamas-Papagei hat im Abaco National Park wieder eine Heimat gefunden. In den dichten Pinienwäldern tauchen manchmal urplötzlich Wildschweine auf oder auch verwilderte Pferde, Esel und Rinder, die einst von Siedlern ausgesetzt wurden. Die kleinen Dörfer verfügen noch über den Charme vergangener Tage. Hier scheint die Zeit fast stehen geblieben zu sein. Besonders New Plymouth und Hope Town erinnern mit ihren kleinen Gassen und den pastellfarben gestrichenen Holzhäusern an die traditionellen Ortschaften in Neu England, die ehemalige Heimat der ersten weißen Siedler, Loyalisten, die sich 1783 nach dem amerikanischen Bürgerkrieg auf Abaco niederließen. Wahrzeichen der Inselgruppe ist der rot-weiß gestreifte Leuchtturm von Hope Town, der immer noch manuell betrieben wird. "Slow down - You're in Hope Town" steht auf dem Eingangsschild am Hafen und weist jeden ankommenden Besucher sogleich auf das hier vorherrschende gelassene Lebensgefühl hin. Hier wie auch in einigen anderen Orten gibt es fast keine Autos. Zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln gehören das Fahrrad, batteriebetriebene Golfwagen und natürlich Boote. Das Hotelangebot entspricht dem Motto "klein, aber fein". Das größte Hotel verfügt über 95 Zimmer, sonst handelt es sich meistens um kleine, familienbetriebene Unterkünfte mit durchschnittlich zehn Zimmern. In einigen Gästehäusern werden keine Zimmerschlüssel ausgegeben. Die Kriminalität hat noch nicht Fuß gefasst - es herrschen wahrhaftig paradiesische Zustände.

 

Quelle: BTO / bearbeitet von pairola-media


 
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