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Madeiras Südküste
Veröffentlicht am Freitag, 02.Juni 2006 um 08:30 Uhr
Thema: Portugal Reisen
Auf der Schnellstraße über der Bucht von Funchal dauert die Fahrt bis in die "Wolfskammer" kaum eine Viertelstunde. Die Route längs der Küste hingegen beansprucht mindestens die doppelte Zeit. Kurvig schlängelt sich das schmale Asphaltband vom Westrand der Inselmetropole berg und bergan.
Windet sich mal ganz nah heran an den Saum der Atlantikwellen, um dann gleich wieder landeinwärts zu schwenken, hinauf zu den Bananenterrassen und den weißen Dörfern inmitten ihres üppigen Grüns.
Blick auf Funchal.

Blick auf Funchal.
Foto: Paulo Magalhães / ICEP Portugal

Churchills Malerherz war jedes Mal entzückt über das Panorama, welches ihm Madeira' s Südküste bot. Der stete Wechsel von Licht und Schatten. Die unvermittelten Ausblicke auf steile Klippen und silberblaues Wasser. Die fruchtbaren Hänge voller tropischer Früchte, Gemüse, Reben. Was kümmerte ihn da noch die Politik im fernen, grauen London! Einzig nach Kohlestift und Papier, Leinwand und Pinsel stand ihm jetzt der Sinn. Und natürlich nach einem Gläschen dieses herrlichen Inselweins, mit seinen Aromen von Pflaumen oder Schokolade, Zimt, Vanille oder Pfeffer.
Zusammen mit seiner Frau Clementine war Churchill in den fünfziger Jahren häufig auf Madeira zu Gast. Meist logierte er im „Reid’s“, der traditionsreichen Nobelherberge hoch über dem Hafen Funchals. Von dort zog es den britischen Staatsmann und Künstler immer wieder zu den Fischerdörfern des Südens. Camâra de Lobos, die „Wolfskammer“ (lobos marinhos, Seelöwen, sind gemeint) hatte es ihm besonders angetan. Er malte es in verschiedenen Versionen.

Porto Moniz, Funchal.

Porto Moniz, Funchal.
Foto: Sebastião da Fonseca

Wer vom Hafen von Camâra de Lobos mit seinen farbenfrohen Holzbooten, auf deren Bug die Männer Karten dreschen, aufmerksam hinaufblickt zum östlichen Ortseingang, entdeckt dort noch heute Churchills Silhouette. Schwarz prangt sie von der weißen Außenmauer eines verschachtelten Terrassenrestaurants, das mit einer Handvoll weiterer Häuser wie ein Schwalbennest an der Klippe klebt.
Zwischen „Churchills Place“ hoch über dem Wasser und den Kneipen unten in der Bucht liegen Welten. Derb geht es am Hafen zu und ärmlich. Doch die „poncha“ bereitet der junge Mann hinter dem Tresen mit Sorgfalt und in Handarbeit. Kein Mixer, nur der traditionelle Holzstab kommt zum Einsatz. Gefährlich gut schmeckt der kräftige Cocktail aus Zitrone, Honig und Zuckerrohrschnaps. Ursprünglich tranken ihn nur die Fischer. Er wärmte ihnen bei der Rückkehr von ihren Fangfahrten die kalten Glieder.

In Calheta brennt man noch jedes Frühjahr den Zuckerrohrschnaps für eine echte „poncha“. Gleich neben der Kirche, in der „Sociedade dos Engenhos da Calheta“. Keck reckt sie ihren gemauerten Schlot in den Himmel. Auch Rum, Zuckerrohrsirup und hausgemachten Honigkuchen kann man in der kleinen Fabrik probieren. Es ist eine der beiden letzten ihrer Art auf der ganzen Insel.

Die Entfernung zwischen Calheta und Camâra de Lobos beträgt knapp zwanzig Kilometer – Luftlinie allerdings. Auf den Straßen Madeiras bedeuten zwanzig Kilometer jedoch mitunter den ganzen Nachmittag. Besonders wenn man unterwegs immer wieder das Bild der Landschaft betrachtet. Einer der atemberaubendsten An- und Ausblicke bietet sich bald hinter der „Wolfskammer“, am Cabo Girão. Fast 580 Meter fällt das Land hier senkrecht ins Meer. An seinem Saum liegen kleine Felder. Wie kommt man hinab zu dem schmalen schwarzen Kieselstrand? Früher gelang der Zugang per Boot. Inzwischen kann man hinabschweben per Seilbahn bzw. Aufzug. Letzterer bringt uns hinab nach Fãja dos Padres, einem Privatstrand mit rustikaler Snackbar, Schiffsanlegeplatz, Reben und tropischem Garten. Oben auf der Schnellstrasse geht es dann weiter in Richtung Ribeira Brava. Die pastellfarbenen Ferienhausblocks dieses touristisch aufstrebenden Küstenortes mit interessantem Ethnographischen Museum und netten Caféterrassen dehnen sich inzwischen weit hinein in Tal des „Wilden Bachs“, bis zur Mündung des Schnellstraßentunnels.

Auch in Ponta do Sol sperrt so eine Felsenröhre ihren schwarzen Schlund auf. Linkerhand führt ein Sträßchen hinab zum grauen Kieselstrand. An der Promenade laden Kaffeehausstühle zur Rast. Honiggelb staffelt sich Ponta do Sol dahinter himmelwärts. Eine Kirche und knapp zwei Dutzend Häuser. Dann beginnen schon die Bananenplantagen. Steile Gassen führen hinter dem Kirchplatz über eine Brücke zur ehemaligen Vila Passos. Hier lebten die Vorfahren des amerikanischen Schriftstellers John dos Passos. Inzwischen wurde auf dem Areal ein Kulturzentrum eingerichtet.


Über Madalena do Mar mit seiner hübschen Uferzeile geht es weiter nach Calheta, wo ein eigens aufgeschichteter Steindamm den neuen Jachthafen und den künstlich angelegten, hellen Sandstrand schützt. Bald ist Prazeres erreicht, hoch über der Küste. Von hier schlängelt sich unweit der Straße eine der unzähligen alten Wasserkanäle (Levadas), an deren Rand es sich trefflich wandern lässt. Am besten mit einem ortskundigen Führer.

 Last Minute Madeira


Unterhalb von Prazeres liegen am Küstensaum Jardim do Mar und Paúl do Mar. Paúl do Mar kauert als einziger Ort an der Südküste Madeiras unmittelbar am Wasser. Er ist auch die letzte menschliche Siedlung dort. Die nächste Stichstraße führt schon zur Ponta da Pargo, dem Westzipfel der Insel. Nur ein Leuchtturm hält dort einsame Wacht.
Nun heißt es, sich bald entscheiden: Zurück nach Funchal, über die karge, raue, windige Hochebene Paul da Serra, wo im Winter auch schon mal ein paar Schneeflocken fallen. Oder weiter in den Norden der Insel, noch Porto Moniz. Wo die türkisblauen Atlantikfluten vehement hineintoben in die weiten, schwarzen Lavapools, die eine Laune der Natur vor vielen Tausend Jahren schuf. Und wo eine zweite Entdeckertour beginnen kann: Auf dem Küstenstraßchen und durch Tunnels zu Attraktionen wie den Strohhäusern von
Santana oder hinein in fruchtbare Täler mit stillen Dörfern, die Fremde mit stilvollen Quartieren in restaurierten Herrenhäusern oder umgebauten Mühlengebäuden empfangen.

 Last Minute Madeira

 

 

 

 

Quelle: ICEP Frankfurt / bearbeitet von pairola-media


 
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