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Portugals Geschichte
Veröffentlicht am Mittwoch, 31.Mai 2006 um 14:00 Uhr
Thema: Portugal Reisen
„Wo das Land endet und das Meer beginnt…“, da liegt Portugal. Oben auf dem Klippenrand am Cabo de São Vicente kann man sehen, wie sich der europäische Kontinent halsbrecherisch über die steilen Felsen in den Ozean hinabstürzt und darin verschwindet. Anfang oder Ende?
Die poetische Beschreibung der portugiesischen Geographie dichtete der Nationaldichter Luís de Camões zu Beginn der Neuzeit und deutete damit auf die Vorreiterrolle der Seefahrernation im 16. Jahrhundert, die die Welt revolutionierte.
Blick auf den Cabo Sao Vicente.

Blick auf den Cabo Sao Vicente.
Foto: Regiao de Turismo do Algarve

Portugals Geschichte ist reichlich bewegt. An ihrem Anfang standen die Lusitanier, die im Westen der Iberischen Halbinsel lebten. 133 v. Chr. wurden sie von den Römern erobert. Als deren Reich im 5. Jahrhundert zerfiel, drangen Germanen ein. 711 setzten von Nordafrika maurische Wüstenkrieger über und nahmen die ganze Iberische Halbinsel im Handstreich ein. Die Araber brachten Kenntnisse in Geographie, Astronomie und Navigation ins Land. Unter ihrer Herrschaft wurden neue Ackerbau- und Bewässerungsmethoden eingeführt, der Handel gefördert und Moscheen gebaut. Lusitanien gehörte zum Kalifat von Córdoba. Während der Norden als Ausgangspunkt der reconquista (Rückeroberung) nur kurz unter islamischem Einfluss stand, hielt er in der Algarve über 500 Jahre an. Kreuzritter aus ganz Europa halfen den Christen ab 725, die „Unglaublichen“ schrittweise zu verdrängen. Einer von ihnen war Graf Heinrich von Burgund, der 1095 für seine Kriegshilfe vom spanischen König dessen Tochter und die Grafschaft Portucale erhielt. Sohn Afonso Henriques (1111-1185) war kein treuer Vasall: Er ließ sich 1139 zum portugiesischen König ausrufen. In einem diplomatischen Bravourstück bewegte er sogar den Papst, seine Krone zu legitimieren, und schließlich musste ihn auch Spanien 1143 anerkennen.

Die Bibliothek D. João V in der Coimbra-Universität.

Die Bibliothek D. João V in der Coimbra-Universität.
Foto: António Sacchetti / ICEP Portugal

Damit war Portugal zwar unabhängig, der größte Teil des Landes aber noch in mauretanischer Hand. 1249 gelang es, die Mauren endgültig nach Afrika zurückzudrängen. Damit hatte Portugal als erstes Land in Europa seine territoriale Einheit gewonnen, mit einer Grenze, die bis ins 20. Jahrhundert praktisch unverändert blieb: Portugal wurde zum ersten Nationalstaat Europas.
Der Preis für die Unabhängigkeit war hoch. Nach mehreren Bruderkriegen gegen Spanien, nach Missernten, Hungersnöten und Epidemien war die Bilanz gegen Ende des 14. Jahrhunderts eine verelendete Bevölkerung, verwüstete Ortschaften und eine zusammengebrochene Landwirtschaft. Mit der Krönung von D. João von Avis (1385-1433) kam 1385 ein Mann mit kaufmännischen Neigungen an die Macht, der wirtschaftlichen Aufschwung plante und dem Bürgertum gegenüber dem Adel zu Einfluss verhalf.

Das mächtige Spanien im Nacken, kapselte Portugal sich nach Osten ab und lenkte seine Aktivitäten in die andere Richtung – zum Atlantik und zur Seefahrt. Ein Jahrhundert später gehörte Portugal die halbe Welt. Dieses kleine Land mit seinen damals rund 1,2 Millionen Menschen hatte in Windeseile ein weltumspannendes Imperium aufgebaut, das von Brasilien, Afrika über Indien, Indonesien bis nach Nagasaki reichte.

Die nach Vasco da Gama benannte Brücke bei Lissabon.

Die nach Vasco da Gama benannte Brücke bei Lissabon.
Foto: José Manuel / ICEP Portugal

Den Grundstein zum Flottenimperium legte Heinrich der Seefahrer (1394- 1460). Als Großmeister des reichen Christusritterordens wurde er zum großen Förderer und Finanzier der überseeischen Unternehmungen. Er versammelte Experten aus Wissenschaft, Schiffbau und Seefahrt und trieb sie konsequent voran. Dazu wurde ein neuer Schiffstypus, die Karavelle, entwickelt und die erste hochseetaugliche Flotte gebaut. Mit ihr wagten sich Seefahrer erstmals über die Küstenfahrt hinaus in nie zuvor befahrene Meere. Ziel war es, den Seeweg nach Indien zu finden und das fernöstliche von Arabern und Venezianern kontrollierte Gewürzmonopol zu brechen.


Als erstes eroberten sie 1415 das wichtige nordafrikanische Handelszentrum Ceuta. 1434 überwanden sie am Cabo Bojador (auf der Höhe der Kanarischen Inseln) das „Weltende“, dem niemand zuvor sich zu nähern wagte. 1488 umrundete Bartolomeu Dias die Südspitze Afrikas, und Vasco da Gama erreichte 1497/98 Calicut in Vorderindien. Gemessen an den Möglichkeiten jener Zeit waren die Entdeckungen eine Meisterleistung, in ihrer Dimension im 20. Jahrhundert vergleichbar nur mit der ersten Landung auf dem Mond. Systematisch errichteten die Portugiesen an der afrikanischen Küste Handelsstützpunkte, versklavten die schwarzen Bewohner, tauschten Gold und Gewürze gegen Glasperlen ein. Reichtümer unvorstellbaren Ausmaßes flossen ins Land. König D. Manuel I. (1495-1521) wurde zum reichsten Monarchen, Lissabon zur strahlendsten Metropole Europas. Portugal stieg zur ersten Welt- und Kolonialmacht auf.
Das kleine Land, das den Grundstein für den Welthandel legte, verausgabte sich bei diesem Unternehmen vollständig. Trotz der sagenhaften Möglichkeiten, lagen die Felder brach, verfiel das Gewerbe, hungerte die Bevölkerung oder kam bei den gewagten Expeditionen ums Leben. Als die Nachricht vom schnellen Reichtum der Portugiesen umging, beeilten sich die anderen europäischen Großmächte, sich ihren Anteil zu sichern. Kraftlos musste Portugal zusehen, wie sein Imperium Schritt für Schritt auseinanderbrach.


Endgültig besiegelt wurde der Niedergang mit der sechzigjährigen spanischen Besetzung (1580-1640), bei der mit der Armada auch die stolze portugiesische Flotte unterging. Im 18. Jahrhundert erlebte Portugal nach enormen Gold- und Edelsteinfunden in der Kolonie Brasilien noch einmal eine Blütezeit. Wirtschaftlich geriet das Land jedoch in eine verhängnisvolle Abhängigkeit zu England und verpasste den Anschluss an eine industrielle Entwicklung. Im Gefolge der Französischen Revolution ging 1822 die Kolonie Brasilien, die wichtigste Geldquelle, verloren.
Vom einstigen Weltreich blieben nur die afrikanischen Kolonien Angola, Mozambique, Guiné-Bissau, São Tomé e Principe und die asiatischen Miniterritorien Damião, Diu, Goa, Timor und Macau. Innenpolitisch kämpfte die Monarchie ein halbes Jahrhundert in einem Bürgerkrieg gegen die Liberalen.

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1910 löste die Republik die Monarchie ab. Der Ruinöse Bürgerkrieg, Finanzkrisen, ständige Regierungswechsel, Streiks und Aufstände sorgten für anhaltende Instabilität. Inflation, Korruption und Hunger waren ja schon alte Bekannte. Die Republik hatte keine Überlebenschance. Der Staatsbankrott 1936 war der Auftakt für eine fast 50- jährige Diktatur. António de Oliveira Salazar wird 1928 Finanzminister und regierte von 1932 bis 1968 diktatorisch. Er führte Portugal in ein von der übrigen Welt so gut wie abgekoppeltes, sich selbst genügendes Inseldasein. Im Inneren fußte sein klerikaler Ständestaat Estado Novo (Neuer Staat) auf Gefängnis, Folter, Zensur und der Geheimpolizei PIDE. Die Mehrheit der Bevölkerung lebte in bitterer Armut. Vom Welthandel praktisch abgeschnitten, basierte die Wirtschaft auf den Rohstoffen und Absatzmärkten der afrikanischen Kolonien. Als 1961 der Unabhängigkeitskrieg in Angola ausbrach, war Portugal die letzte europäische Kolonialmacht. Bald dehnten sich die Unabhängigkeitskämpfe auch auf Mozambique und Guiné-Bissau aus. Obwohl der Krieg hohe Verluste einbrachte, hielten Salazar und sein Nachfolger Caetano (seit 1968) unnachgiebig an den „Überseeprovinzen“ fest. Dieser aussichtslose Krieg war der Auslöser für die unblutige „Nelkenrevolution“ am 25. April 1974, die der Diktatur ein Ende machte. Das Regime gab ohne nennenswerten Widerstand innerhalb weniger Stunden auf. Im Freudentaumel machte Portugal sich auf den Weg zur Demokratie. Auf den EG-Beitritt 1986 folgte ein beispielloses Wirtschaftswunder. Die Kaufkraft stieg. Mit einigen Jahren Verspätung trat Portugal jetzt im Eiltempo in die Fußstapfen der europäischen Entwicklung. Am Ende des 20. Jahrhunderts fiel das letzte koloniale Überbleibsel in Asien an China zurück: Bis 1999 markierte Macau, welche Macht das kleine Land, etwa doppelt so groß wie Niedersachsen, einmal besaß.

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Quelle: ICEP Portugal / bearbeitet von pairola-media


 
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