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Sechs Inseln – Ein (Wassersport-)Traum
Veröffentlicht am Montag, 23.Januar 2006 um 07:05 Uhr
Thema: Karibik Reisen
Die steten Passatwinde auf Aruba lassen die ganzjährigen Temperaturen von um die 30 Grad Celsius angenehm werden und bringen perfekte Verhältnisse für Surfer. Jedes Jahr im Mai und Juni trifft sich die Surfer-Elite auf der Insel zum Hi-Winds-Surf-Tournament am Eagle Beach, dem breitesten von Arubas weißen Sandstränden. Manchebo Beach, Surfer´s Point und Fisherman’s Hut heißen die bevorzugten Spots, die mit konstanten Windverhältnissen Profis und Anfänger gleichermaßen anziehen.
Am Palm Beach werden eine Vielzahl von Wassersportarten angeboten, z.B. Paragliding oder Wasser-Scooter. Dort starten auch Schnorchel- und Tauchtouren mit dem Segelboot oder Katamaran.
Ein Erlebnis für Taucher und Schnorchler ist auf Aruba die „Entdeckung“ alter Wracks, wie des deutschen Handelsschiffes Antilla. Dieses Schiff hat sein Kapitän im Zweiten Weltkrieg kurzerhand selbst versenkt, damit die Waren nicht in die Hände der Alliierten fallen. Heute ist der Frachter Heimat für eine artenreiche Meerestierpopulation und einer der mehr als 27 Tauchplätze der Inseln.

„Diver’s Paradise“ nennen Insider die Unterwasserwelt Bonaires. Die beschauliche Insel hat ihre gesamte Küste mit dem sie umgebenden Korallenriff bereits vor mehr als 20 Jahren als Bonaire Marine Park unter Naturschutz gestellt. Es gibt über 80 Tauchplätzen mit Sichtweiten von mehr als 30 Metern und voller exotischer Fischschwärme. Davon sind rund sechzig Spots direkt vom Land aus zu erreichen - gelbe Steine am Straßenrand markieren den Einstieg. So packen zertifizierte Taucher nach einer Einweisung ihre Ausrüstung einfach ins Auto und los geht’s. Die Basen stellen rund um die Uhr gefüllte Flaschen zur Verfügung – auch für Nachttauchgänge.
Im Angebot der Basen sind darüber hinaus Boots-Tauchgänge und Schnorcheltouren rund um Bonaire und die unbewohnte Nachbarinsel Klein-Bonaire.
Kajakfreunde lädt der Mangrovenwald in der Lac Bay zum Erkunden des Unterholzes mit seinen seltenen Vögeln ein. In dieser Bucht unweit der größten Flamingo-Kolonie der Karibik liegen auch zwei Surfschulen – mit flachem Wasser und auflandigen Winden ein ideales Revier für Könner und solche, die es werden wollen.

Die für den gleichnamigen Likör bekannte Insel Curaçao hat ebenfalls weite Teile ihrer Küste als Marine-Park geschützt. Etwa 100 Tauchplätze finden die Anhänger dieser Sportart hier vor. Neben diversen Schiffs- und Flugzeugwracks lockt als Besonderheit ein aus Schrottwagen künstlich angelegtes Riff.
Nichttaucher können in den Freibecken und Aquarien des Seaquariums die Meeresflora und –fauna trockenen Fußes betrachten. Wer aber doch lieber selbst ins Wasser möchte, kann sich als Haifisch-Fütterer versuchen – ganz gefahrlos durch eine mit Löchern versehene Glaswand.
Über das Wasser kann man bequem auch mit dem Kajak gleiten. Das ruhige Wasser auf der windgeschützten Seite der Insel erlaubt es auch Ungeübten, sich paddelnd von Bucht zu Bucht zu bewegen.

Die Gruppe der SSS-Inseln liegt rund 1000 Kilometer weiter nördlich, östlich Puerto Rico. Ihr kleinstes Eiland Saba kann sich als „Unspoiled Queen“ - unberührte Königin - der Karibik bezeichnen. Nur etwa 1500 Bewohner leben auf dem rund fünf Quadratkilometer großen und fast 1000 Meter hohen Vulkankegel, der steil aus dem Meer heraussteigt.
Auf Saba begegnet man einer Welt jenseits von Stress und Hektik. Wie auf Bonaire ist auch hier die gesamte Küste unter Naturschutz gestellt und bildet ein Paradies für Taucher und Schnorchler. Das Schwimmen mit Wasserschildkröten oder gelassenen Ammenhaien ist ein einmaliges Erlebnis. Über Wasser bietet sich der inaktive Vulkan für Trekkingausflüge in den Nebelwald an.
Von allen sechs Inseln ist die Vegetation auf Saba die Üppigste. Zitronen, Bananen, Baumfarne und riesige Elefantenohren wachsen auf ihren Hängen. Neben Tauchen und Trekking ist Saba ein Ziel für die, die vor allem eines suchen – absolute Erholung.

St. Eustatius, kurz Statia genannt, ist wenig größer, hat ein wenig mehr Einwohner als Saba, aber gleich zwei Vulkane.
Einstmals 20.000 Menschen bevölkerten die kleine Insel, als diese noch der größte Freihafen der Karibik war. Heute ist die Population auf ein Zehntel zurückgegangen. Nur noch die Ruinen der Lagerhäuser längs der Küste von Lower Oranjestad, dem am Meer gelegenen Teil der Inselhauptstadt, und mehrere verschieden gut erhaltene Forts künden von der einstigen Größe. Die inzwischen großen Teils vom Meer überspülten Lagerhäuser bieten ein ideales, spannendes Revier für Taucher.
Auch die legendären Blue Beads können noch vor der Küste Statias gefunden werden – blaue Glasperlen, die früher als Zahlungsmittel dienten, heute aber nur noch Erinnerungswert besitzen.

St. Maarten, als Größte der drei SSS-Inseln, ist gleichzeitig die kleinste Landmasse der Welt, die zwischen zwei Nationen geteilt ist. Französisches Savoir-Vivre, holländische Aufgeschlossenheit und karibische Gelassenheit verbinden sich hier.
Sonnenschein, badewannenwarmes Meer, das zu allen erdenklichen Wassersportmöglichkeiten einlädt, und weiße Puderzucker-Strände erwarten St. Maartens Besucher. Kleine Buchten sind ideale Ausgangspunkte für Kajaker und Surfer, die auf St. Maarten ideale Windverhältnisse vorfinden. Diese ziehen auch Segelfans aus aller Welt an den Austragungsort der Heineken-Regatta. Wer sich nicht gleich mit den ganz Großen messen will, kann seine Kräfte auch auf gecharterten Segelyachten erproben. Angeleitet von einer kleinen Crew, kann man hautnah das Feeling eines Rennens nachempfinden.


Neben dem „Anheuern“ zu Tauchkreuzfahrten und Ausflügen zu den Nachbarinseln, besteht im Hafen der Hauptstadt Philipsburg die Möglichkeit Segelschiffe mit und ohne Crew für Karibiktörns zu chartern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: DCTS / bearbeitet von pairola-media


 
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