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| "Wie sehr wünschte ich meine Freunde einen Augenblick neben mich, daß sie sich er Aussicht freuen könnten, die vor mir liegt...Ein köstliches Schauspiel, der Gardasee." Diese Worte schrieb Goethe am 12. September 1876 in sein Tagebuch. Mit seinen Italienreisen und Texten über dieses Land legte er den Grundstein zur deutschen Italiensehnsucht. |

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 In der Altstadt von Simione. Foto: A.P.T. Trentino
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Heute ist der Lago di Garda nicht mehr das, was er vor 200 Jahren war. Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und Campingplätze umschließen den See wie ein Ring und macht aus ihm eine beliebte Anlaufstelle. Längst gehört der Gardasee den Touristen. Wer hier seinen Urlaub verbringt, erlebt mitunter ein Wechselbad der Gefühle. Das glitzernde Blau des Sees zieht an, der Hochbetreib auf und um das Wasser schreckt ab. Italienische Gastfreundlichkeit erfreut, der Touristenandrang erzürnt.
Doch die meisten kommen wieder, immer wieder. Im Sommer tummeln sich Tausende in den engen Gassen der kleinen Ortschaften rund um den See, der fest in deutscher Hand zu sein scheint.

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 Sandstrand am Gardasee. Foto: A.P.T. Trentino
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Im August rücken dann die Italiener an. Der Gardasee ist das größte italienischen Binnengewässer. Seine Maße: fast 52 Kilometer lang, zwischen 2,5 und 17 Kilometer breit und bis zu 346 Meter tief. Drei Regionen teilen sich den See. Der nördliche Abschnitt um Riva und Torbole gehört zu Trentino-Südtirol, der östliche zu Venetien, der westliche zur Lombardei.
In der Hochsaison bricht der Autoverkehr häufig in sich zusammen und eine Fahrt auf der großartigen westlichen Uferstraße wird zur Nervenprobe. Doch dann sitzt man in Malcesine oder in Limone, in Sirmione, Torbole oder Lazise in einem Straßencafé, blickt über das weite Wasser auf dem Segelboote und Surfer steil aufragenden Felswänden kreuzen. Und der Charme des Gardasees nimmt einen unweigerlich gefangen. Wer die völlige Stille sucht, wird auch heute noch Orte entdecken können, die ihren ursprünglichen Charkter bewahrt haben und sich nicht dem Massentourismus verschrieben haben. Ob direkt am See oder im Gebirge, in den Wäldern, auf den blumenreichen Wiesen und schroffen Felsplateaus oder in den malerischen Dörfern.
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Quelle: pairola-media
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