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| Fels und Wasser, Gotik und Gegenwart, mittelalterliche Brunnen und Wasserkunst von Jean Tinguely: Freiburgs Gegensätze ziehen nicht nur sich an. Kein Wunder, dass die Stadt der Kunst und Kultur an der Sprachgrenze beliebter Tagungsort mit Idylle-Bonus für die Umgebung ist. |

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 Schöner Blick auf Freiburg. Foto: Swiss-Image
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Die Altstadt rangiert unter den schönsten spätmittelalterlichen Architekturzeugen Europas, nicht zuletzt auch weil sie auf Fels und Wasser steht. Mit seinen mehr als 200 gothischen Fassaden aus dem fünfzehnten Jahrhundert hat Freiburg seinen mittelalterlichen Charakter in die Neuzeit mitgenommen und seit seiner Gründung 1157 Tradition und Innovation gefördert. Auch bei der Sprache kommt in Freiburg keine Eintönigkeit auf, die Einwohner reden sowohl Deutsch als auch Französisch. Als Kontrast zum Stadtleben mit seinem vielfältigen Freizeitangebot, unzähligen Festivals beispielsweise, bietet sich dem Besucher etwas außerhalb eine wohltuend ausgewogene Naturlandschaft. In der hübsch gewellten Umgebung mit saftigen Wiesen findet man urige Bauernhöfe und kleine Dörfer, die es spazierend, wandernd oder radelnd zu entdecken gilt. Entspannt nichtstuend entdecken ist dagegen auf der Standseilbahn von 1899 möglich: Hier ersetzt das städtische Abwasser als Antriebskraft menschliche Muskelarbeit.

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 Sprüht vor Fantasie: Fontaine von Jean Tinguely. Foto: Swiss-Image
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Kunst und universitäre Bildung werden gepflegt, und Kultur steht unter ganz unterschiedlichen Aspekten zur Verfügung. Charakteristisch ist zum Beispiel der Kontrast zwischen den elf mittelalterlichen Brunnen der Stadt und der modernen Fontaine, einer geistvoll verspielte Wasser-Kreation des Eisenplastikers Jean Tinguely im Andenken an Autorennfahrer Jo Siffert. Weitere Werke Jean Tinguelys und Niki de Saint Phalles flippen und hippen im Museum "Espace Jean Tinguely & Niki de St-Phalle" - einem alten Tramdepot - farbenfroh um die Wette. Bodenständigere Stücke warten dagegen im Marionetten-Museum oder auch im Nähmaschinen-Museum - bestimmt nicht staubtrocken, aber trotzdem guter Startpunkt für die nächste Station beim Museums-Hopping: Das Bier-Museum Cardinal. Weniger weltlich mutet ein Stadtrundgang unter sakral-künstlerischem Aspekt an. Im religiös geprägten Freiburg gibt es Bauten wie die Liebfrauen- und Franziskanerkirche, die Klöster Magerau/Maigrauge und Bisemberg/Montorge zu bestaunen. Highlight ist aber mit Sicherheit die hochgotische Sankt Nikolaus Kathedrale mit überirdisch schönen Glasfenstern von Jozef Mehoffer und Alfred Manessier sowie einer Orgel von Aloys Mooser. Über den 80 Meter hohen Turm kommt man im Sommer dann dem Himmel ein Stück näher und wird für seine Mühen (1 Stufe für jeden Tag) mit einem herrlichen Rundblick auf die Stadt und ihre Umgebung belohnt.
bearbeitet von pairola-media
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