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| Der natürliche Reichtum der Region Piemont sind ihre Seen. Der Lago Maggiore und der Orta- See waren in den letzten Jahrhunderten schon immer das Ziel einer touristischen Elite. Weiter westlich liegen die Seen von Viverone, Candia und Aviglia, die nicht so bekannt sind, aber deren Schönheit noch zu entdecken ist. |

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 Die Seepromenade am Lago Maggiore. Foto: Regione Piemonte
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Die beste Zeit, die Vorzüge des Lago Maggiore zu entdecken ist das Frühjahr. Bereits die alten Römer wählten seine Ufer für ihre Blumenanbauten. Die historischen Villen mit ihren blühenden Gärten und die berühmten Naturparks, reich an botanischen Arten, gehören zu den reizvollsten Sehenswürdigkeiten dieser Landschaft.
Der Dichter Guido Gozzano liebte den Ortasee wegen seiner ruhigen und leicht traurigen Atmosphäre. Er liegt westlich vom Lago Maggiore und erscheint wie dessen ruhigeres "Spiegelbild". Dennoch fehlt es ihm nicht an Sehenswürdigkeiten. Die Stadt Orta wurde in der späten Römer- oder Byzantinerzeit gegründet und besitzt noch einen fast intakten historischen Kern. Die kleinen Kopfsteinpflasterstraßen sind nur zu Fuß begehbar. Die Hauptstraße endet auf dem zum See offenen Platz. In dessen Mitte erhebt sich der aus dem 16. Jahrhundert stammende Palazzo Comunale mit einem Laubengang. Die Straße füht aufwärts zur Kirche aus dem 18. Jahrhundert und dem Sacro Monte, der die Hügel überragt. Gegenüber dem Platz liegt die malerische Insel S. Giulio, ehemalige Festung der Longobarden. Der nördlichste Punkt des Sees ist Omega. Ursprünglich eine römische Siedlung und heute ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum, das aber seinen Charme beibehalten hat. Interessant sind die antiken Fresken der romanischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert.

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 Arona, an der westlichen Uferseite des Lago Maggiore. Foto: Regione Piemonte
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Arona, der Hauptort an der westlichen Uferseite, ist reich an historischen Elementen, die den Einfluss der Familie Borromeo wiederspiegeln. Etwas mondäner wirken die Ufer in Richtung Stresa. Gegenüber dieser Stadt liegt die Inselgruppe der Borromee, von denen die bekannteste die Isola Bella ist. Der Park im italienischen Stil fällt über zehn Terrassen ab und umgibt das Schloss der Borromeo. Die größere Isola Madre empfängt den Besucher dagegen mit einem prächtigen botanischen Garten. Nicht weit von Stresa liegt Baveno, ein anderes Tourismuszentrum. Wenn man den kleinen, aber beeindruckenden Golf von Feriolo überquert hat, ist der Besuch einer der berühmtesten Villen ein Muss: die Villa Taranto. Der eindrucksvolle Bau erstreckt sich über die ganze Nordwestweite des Vorgebirges von Castagnola di Pallanza Verbania. Verbania ist aus der Verbindung zwischen Intra und Pallanza entstanden und ist das wichtigste Zentrum des Lago Maggiore. Erwähnenswert sind der Palazzo Dugnani aus dem 16. Jahrhundert, die romanische Kirche in San Remigio und die charakterischen Landungsstege im Jugendstil.
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