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| Salò ist wohl der italienischste Ferienort am Gardasse, denn hier sind die meisten Gäste Italiener, die ein paar Tage erholen suchen. Oder sie kaufen gerne ein, da exquisite Feinkostläden und elegane Einrichtungsgeschäfte locken. Salò ist ein kleiner Luftkurort in der italienischen Provinz Bréscia, am Westufer des Gardasees. Es liegt malerisch am Ende einer tief eingeschnittenen Bucht am Fuße des Monte San Bartolomeo und gilt als der wärmste Ort am See. |

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 Die Uferpromenade lädt zum Spazierengehen ein. Foto: A.P.T. Trentino
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Salò besitzt eine große geschichtliche Vergangenheit. So war das Städtchen von 1943 bis 1945 Amtssitz der faschistischen Marionettenregierung Mussolinis. Ein kurzer Rückblick: Nachdem König Viktor Emanuel II Mussolini 1943 zum Rücktritt gezwungen hatte, ließ er ihn verhaften. Aus dieser Haft ließ Adolf Hitler Mussolini, der 20 Jahre lang Diktator in Italien gewesen war, befreien. So kam es, daß Mussolini mit der Bildung einer "Regierung", bauftragt wurde und die Republica Sociale Italiana (Sozialrepublik) ins Leben rief. Das Sagen in dieses "Regierung" hatte Berlin. Als Sitz der Ministerien für Äußeres und Kultur wählte man Salò. Mussolini wohnte ebenfalls in Salò, in der Villa Feltrinelli, die am Ende einer Sackgasse lag, eingesperrt zwischen einer Felswand und dem See. Im April 1945 verließ er die Stadt und kehrte nicht mehr zurück. Er wurde auf seiner Flucht in die Schweiz mit seiner Geliebten von Partisanen erkannt, gefangengenommen und erschossen. Bevor die Nazis Salò mit der Sozialrepublik ein Stück zweifelhaften Ruhm bescherten, war die Stadt 1901 das letzte Mal in die Schlagzeilen geraten. In diesem Jahr wurde der Ort von einem verherrenden Erdbeben heimgesucht, bei dem weite Teile zerstört wurden. Besonders betroffen waren die Häuser an der Uferpromenade. Salò wurde zwar wieder neu aufgebaut, aber vereinzelt findet man noch Häuserfassaden und Plätze, die vom architektonischen Einfluß Alt-Venetiens zeugen. Salò ist auch der Geburtsort von Gasparo Bertolotti (genannt Gasparo da Salo; 1540-1609), der als Erfinder oder zumindest als wesentlicher Verbesserer der Geige angesehen wird. Der Überlieferung nach hat er, um eine bessere Klangqualität zu erzielen, seiner ersten Geige die Form des Gardasees gegeben. Heute kann man sich in Salo nicht nur die ehemaligen Ministerien anschauen. Sehenswert ist der Dom Maria Annunziata mit dem marmoren Renaissanceportal, der ab 1453 erbaut wurde, aber erst Anfang des 16. Jahrhunderts vollendet. Oder der Uhrturm, Torre dell`Orologio, aus dem 18. Jahrhundert und das Porta di San Giovanni, das östliche Stadttor, von dem die Altstadt mit ihren Einkaufsstraßen zu erreichen ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche Convento dei Cappuccini, der Palazzo della Magnifica Patria, die Prunkvilla Palazzo Martinengo und das Rathaus Pallazo del Podestà.
Quelle: pairola-media
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