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Das Ederquellgebiet am Rothaarsteig
Veröffentlicht am Dienstag, 09.August 2005 um 08:00 Uhr
Thema: Deutschland Reisen

154 Kilometer ist er lang, bis zu 840 Meter hoch, sein Weg führt vom Ort Brilon im Sauerland bis Dillenburg am Fuße des Westerwaldes; der Rothaarsteig.



Kennzeichnung des Rothaarsteiges
Foto: Steffen Winterfeld

Er führt die Wanderer zu Bäumen, deren Kronen den Himmel zu berühren scheinen, durch beinhohe Gras- und Farngewächse, vorbei an Moorflächen und Quellen. Zahlreiche Aussichtspunkte öffnen den Blick über diese reizvolle Mittelgebirgslandschaft. Sperlingskauz, Fledermaus und Eichelhäher sind hier zu Hause. Der Wald strahlt Ruhe aus, ist ruhig. Die Pflanzenvielfalt sorgt dafür, dass man stets Neues entdeckt. Die Natur beginnt die Gedanken zu beherrschen, den Alltag abzustreifen und bringt den Menschen dazu, sich einfach nur wohl zu fühlen.

Stundenlang streift man allein durch dieses wunderbare Stück Natur, nur das weiß liegende "R" auf rotem Grund sagt, dass man auf dem richtigen Weg ist.

 



Quellgebiet der Eder
Foto: Steffen Winterfeld

Hier und da weisen Tafeln auf die Besonderheiten von Flora und Fauna hin. Um die Entdeckungslust der Wanderer zu stillen ohne die Natur zu stören wurden kleine Holzstege errichtet. So kann man Echse, Moorpflanze oder Einzeller aus nächster Nähe bestaunen. "Wenn Sie zu tief einatmen, kann es sein, dass Sie ´ne Sauerstoffvergiftung kriegen!". Wie bitte? Diethard Altrogge heißt der Mann, der lächelnd verschmitzt das stehende Sonnenbad so unerwartet unterbricht. Wie aus dem Bilderbuch steht er da, in Forstuniform, mit Hund Max und einem freundlich interessanten Gesicht. Er ist Leiter des Forstamtes Hilchenbach, eines der fünf Forstämter am Rothaarsteig.

Sein Leben ist der Wald. Jede Pflanze scheint er zu kennen, schaut zufrieden durch´s Revier, begutachtet die Arbeit seiner Förster und freut sich über Blüten und neue Sprößlinge.

Hilchenbach liegt im Süden Nordrheinwestfalens inmitten der Tourismusregion Siegerland-Wittgenstein. Wo einst die Nibelungen kämpften, wo tausende Fuhrwerke den Steinbelag der historischen Handelsstraßen festfuhren um Holzkohle in´s Siegerland zu bringen und Eisenprodukte bis nach Venedig und Holland, da gibt heute der Waldboden unter den Wanderschuhen wohltuend nach, da spricht der Wald mit dem Hörenden und zeigt dem aufmerksamen Auge so manche Einzigartigkeit.



Der letzte Stein, Erinnerung
Foto: Steffen Winterfeld

Im Siegerland-Wittgenstein entspringen Eder, Lahn und Sieg. Das Ederquellgebiet ist ein Moor. Die Ederquelle eine Sickerquelle. Daneben grüne Wiesen und wieder Wald. Ein Hochstand neben der Wiese. "Nur zweimal im Jahr ist hier Jagd, dann hat der Wald, haben die Tiere wieder Ruhe." Der Forstamtsleiter weiß um die Gratwanderung zwischen Wildbestand, Jägerlust und Pflanzenschutz. Er zeigt beschädigte Baumrinde, aber auch von Wildschweinen freigesuhlte Flächen, in denen der Nachwuchs der riesigen Bäume sich zum Licht streckt. Nocheinmal zurückblickend auf den Hochstand fällt ihm ein, wie er diesen touristisch nutzen könnte, aber dann verwirft er es lachend wieder. Max hat inzwischen im Edermoor gebadet. Er soll sich trocken laufen, riecht so weggeschickt Reh oder Hasen und kommt ohrenhängend zurück.

Mitten auf einer Weggabelung dann ein großer Stein. Hier entspringt die Ederquelle. Einst war sie zubetoniert. Der Stein soll daran erinnern. Damals war Holznot. Die Förster haben über 50 bis 60 Jahre das Moor entwässert und Fichten angepflanzt.



Forstamtsleiter Diethard Altrogge mit Hund Max
Foto: Steffen Winterfeld

"Hierher geh ich deshalb so gern, weil sie mir fast einmal meine Stelle gekostet hätte." Und dann erzählt Diethard Altrogge die Geschichte von der Renaturisierung der Ederquelle. Sechsundzwanzig Jahre ist es her. Wer zur Quelle will muß gegen den Strom schwimmen, dachte er sich, und begann die Quellfassung zu bereinigen, zu entbetonieren. Die Fichten wurden rausgenommen und sofort hat sich die natürliche Bestockung eingestellt, Birken und die an Fließgewässern wurzelnden Erlen wuchsen. In dieser Zeit wechselte der Direktor von Dr. Herzig zu einem Herrn Stötzel. "Dieser Herr Stötzel konnte es überhaupt nicht vertragen, dass er nicht gefragt war und dann ging er mir disziplinarisch an den Kragen. Ich hatte aber einen guten Minister damals, der hat das dann gerade gestellt und damit war die Ederquelle berühmt."

"Dann haben wir noch eine sehr schöne Quelle vom lieben Gott gekriegt." Ein Gras wurde gefunden, welches keiner kannte. Das Forstamt schickte es zur Bestimmung an die biologische Bundesanstalt nach Berlin. "Das könnt ihr nicht im Rothaargebirge gefunden haben. Das ist schon seit vielen hundert Jahren ausgestorben." Da hatte das Gras also gewartet, gewartet das der Beton wegkommt, damit die Natur zu ihrem Recht und jetzt wächst es wieder. 180 Arten Blütenpflanzen wurden von der Universität bestätigt. Diethard Altrogge hatte mit zwanzig bis dreißig gerechnet. Das Ederquellgebiet ist in seinem heutigen natürlichen Sein ein "ganz ganz wesentlicher Baustein der Waldkultur".



Relaxen auf der Rothaarsteigliege
Foto: Steffen Winterfeld

Der Wald will den Forstamtsleiter wieder für sich und den Wanderer weiter verzaubern.

Man geht durch Mischwaldgebiete, deren etwa zwanzig Jahre alte Laubhölzer, von Menschenhand behutsam gesteuert, ihren Platz neben den Nadelhölzern behaupten, vorbei an zum trocknen abgelagertem Holz, ist wieder allein mit sich und der Natur.

Sind die Beine müde und der Rücken entspannungsbedürftig läßt es sich auf einer der Rotharrsteigliegen herrlich entspannen. Wie das "R" vom Rothaarsteig geformt sind sie und stehen auf Lichtungen und Rastplätzen als Einzel- und Doppelliege, neben Rastbänken und Baumstumpftischen. Hier läßt es sich wunderbar relaxen, in den Himmel träumen, den Wald belauschen und alles um sich herum vergessen.

Den Weg zurück zum Hotel findet man über die gut plazierten und sinnvoll beschilderten Wegepfeile oder man läßt sich an einem vereinbarten Ort abholen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: pairola-media (Erika Winterfeld)


 
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