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Sehenswertes in El Minia und der al Faijum Oase
Veröffentlicht am Dienstag, 14.Juni 2005 um 07:45 Uhr
Thema: Ägypten Reisen
Al Faijum Oase - Diese Senke liegt rund 100 Kilometer südwestlich von Kairo. Der Quarun-See, der von einem Seitenarm des Nil gespeist wird, versorgt die Oase mit Nilwasser. Al-Faijum war zur Zeit der Pharaonen einer der zwanzig oberägyptischen Bezirke.

Sehenswürdigkeiten aus pharaonischer, griechisch-römischer oder koptischer und islamischer Zeit können ebenfalls besichtigt werden. Das Wahrzeichen dieser Oase sind aber die alten Wasserräder, die zur Bewässerung der Felder dienen.

 



Die Pyramide von Meidum.
Foto: ETA

El Minia

Die Provinzhauptstadt El Minia mit ca. 150.000 Einwohnern liegt rund 230 Kilometer südlich von Kairo am Mittellauf des Nils. El Minia ist der Mittelpunkt des oberägyptischen Baumwollhandels und bietet dem Besucher einen faszinierenden Einblick in das bunte orientalische Leben. Die Stadt mit ihren schönen Plätzen und der breiten Uferpromenade, der Nil ist hier ca. einen Kilomter breit, zusammen mit dem ausgesprochen freundlichen Wesen der Bewohner, heißen jeden Besucher herzlich willkommen. In der Stadt selbst kann man ein besonders interessantes Museum und eine Moschee aus der Fatimidenzeit, die sogenannte Lamati-Moschee, besuchen. Als Ausgangspunkt für Besichtigungstouren nach Beni Hassan, Tell el Amarna und Hermopolis Magna, ist El Minia ebenfalls bestens geeignet.

Hermopolis Magna

Vor der Gleichstellung des ägyptischen Gottes Toth mit dem griechischen Gott Hermes, hieß das ganze Gebiet Schmunu. Es hat eine ca. 5000 Jahre lange Geschichte aufzuweisen und liegt rund 45 Kilometer südlich von El Minia, am West-Ufer des Nils. Schmunu war die Hauptstadt des Hasengaues, dem 15. oberägyptischen Gau und die Bevölkerung verehrte den Gott Toth. Dieser geschichtsträchtige Ort gilt auch als der Heimatort der Urgötter und von hier stammt auch die Geschichte vom Ur-Ei, aus dem das Leben entstand. Laut dieser theologischen Lehre wurde in Hermopolis die Welt erschaffen. Die noch erhaltenen Ruinen der einst mächtigen Tempelanlagen  lohnen einen Besuch.

Tuna el Gebel 

Schmunus Nekropole liegt rund 10 Kilomter westlich von Hermopolis Magna. Der Gesamteindruck wird durch einen Mischstil geprägt, der vor allem in den Grabtempeln und Totentempeln zum Ausdruck kommt, die sich rund um den Tempel des Petosiris ansiedelten und zu einer richtigen Totenstadt wurden. 

Grabtempel des Petosiris 
Dieser Grabtempel wurde als Familiengrab ca. 300 v. Chr. für Petosiris, den Hohepriester von Hermopolis, errichtet. Dieses Bauwerk ist von besonderem kunstgeschichtlichenWert. Kaum ein anderes ägyptisches Monument zeigt mit solcher Deutlichkeit den griechischen Einfluß, der nach und nach in die Lebensart der Ägypter einsickerte. Der Grabtempel der aus Vorhalle und Kapelle besteht, bietet hochinteressante Darstellungen. Der Sarg des Petosiris kann im Museum in Kairo besichtigt werden. 

Grabtempel der Isidora 

Isidora war die Tochter eines ptolemäischen Hohepriesters. Dieses Grabhaus ist mit einer vollständigen Wohnhausausstattung aus bemaltem Gips eingerichtet. Beachtenswert ist der gute Zustand der Mumie der Isidora, die im Grabtempel ausgestellt ist. 

Schöpfwerk  

Bei seiner Entdeckung war dieses Schöpfwerk oder auch Sakija genannt noch voll funktionstüchtig. In den dazugehörigen 35 Meter tiefen Brunnen kann man bequem, bis zur Mitteletage, hinuntersteigen. Dieses riesige Wasserrad wurde in der römischen Zeit gebaut und war die einzige Wasserquelle in der ganzen Nekropole. 
 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ETA / bearbeitet von pairola-media


 
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