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Sardische Gastfreundschaft - Natalino der Fischer
Veröffentlicht am Freitag, 18.März 2005 um 09:05 Uhr
Thema: Italien Reisen
Natalino, der wortkarge, gutmütige Fischer hat uns zum Essen eingeladen. Zu Verdanken haben wir dieses Angebot der Neugierde meiner Freundin und ihrem großen Interesse an den Seeigeln, die der sechzigjährige Sarde aus dem Meer gefischt hat. Natalino fährt, neben seinem Beruf als Fischer, Touristen zu der vor der Sinis-Halbinsel liegenden Isola die Mal die Ventre. Auf dem Weg dorthin lässt er seine Netze durchs Wasser gleiten und bereitet, während sich die Urlauber auf der sonnigen Insel vergnügen, aus den Meerestieren eine kleine Mahlzeit.
Die meisten Gäste sind eher am Sonnenbaden als an dem fangfrischen Essen interessiert, doch zu Natalinos großer Freude weichen wir ihm nicht mehr von der Seite. Als meine Freundin dann sogar den Seeigel probieren will, lässt die Einladung in das Haus des alten Mannes nicht lang auf sich warten.


Natalino und Rosa.
Foto: V. Hanfland

Das Dörfchen ist klein, die Wegbeschreibung trotz deutsch-sardischer Verständigungsproblemen gut – und so stehen wir wenige Tage später vor Rosa, Natalinos Frau, die, wie man es auf Sardinien häufig sieht, mit anderen Frauen auf Korbstühlen vor dem Haus sitzt. Das von außen wenig ansehnliche Häuschen überrascht innen durch angenehme Kühle und eine typisch sardisch, in diesem Fall eher ärmliche, aber gemütliche Einrichtung.
Der gedeckte Tisch wartet schon auf uns und aus der Küche duftet es verheißungsvoll. Rosa ist gleich mit einem Glas vino rosso zur Stelle und wenige Minuten später erscheint auch schon der lächelnde Natalino. Lächeln soll übrigens an diesem Abend fast die einzige Möglichkeit der Verständigung werden. So gut ist unser Italienisch scheinbar doch noch nicht.

Doch schon taucht Rosa mit dem ersten Gang aus der Küche auf. Wir wollen ihr helfen, werden jedoch brüsk zurück gewiesen. Nein, wir sind die Gäste und werden bedient. So ist das nun mal, auch wenn wir uns nicht wirklich wohl dabei fühlen, der rundlichen kleinen Frau beim Auf- und Abtragen der Gerichte zugucken zu müssen.
Als erstes gibt es frittierte Zucchiniblüten, was wir bis dahin weder gekannt noch probiert hatten. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn es schmeckt einfach köstlich. Das sollte dazu führen, dass wir uns jedes Mal, wenn wir gefragt wurden, den Teller wieder füllen ließen.
Zum Verhängnis wurde uns das schon beim nächsten Gang, denn wir waren bereits so satt, dass wir uns nicht mal vorstellen wollten, wer diese Berge von Fleischklößen in Tomatensoße verdrücken sollte. Selbstverständlich lassen Rosa und Natalino nicht zu, dass wir nur einen Teller voll davon essen. Nein, zwei mussten es mindestens werden. Wie soll das nur enden?



So sieht die Blüte einer Zucchini aus.
Foto: V. Hanfland

Doch schon in dem Moment als die Spaghetti vongole, die Nudeln mit Muscheln, aufgetragen wurden, wussten wir, dass auch in unsere gut gefüllten Bäuche noch einiges hinein passen wird. Sollen wir uns das etwa entgehen lassen?
Interessant wird es dann, als nach der Pasta Fisch auf den Tisch kommt. Der Fisch liegt nämlich im Ganzen auf dem Teller. Mit Augen, Schwanz, Gräten – und allem, was sonst noch dazu gehört. Na und jetzt? Unsere fragenden Blicke sind offenbar nicht verstohlen genug und unser Handeln scheinbar so zögerlich, dass unsere Gastgeber schnell feststellen, dass wir zu ihrem großen Erstaunen nicht wissen, wie wir den Fisch essen sollen. Messer und Gabel werden beiseite gelegt und Natalino macht vor, wie wir den Fisch mit den Fingern zu uns nehmen sollen. Auch, wenn wir den Umgang mit unserem „Handwerkzeug“ schnell begreifen, bleibt doch die Angst vor Gräten und wir versuchen, unsere vornehme Zurückhaltung durch den leider übervollen Magen zu erklären. Natürlich kommen wir damit nicht durch. Wir hätten es wissen müssen.


Doch das „Schlimmste“ haben wir überstanden und jetzt wartet nur noch der Nachtisch auf uns. Ein Kinderspiel, sollte man meinen. Selbst mit übervollem Magen.
Bei dem frischen Obst, zum Teil aus dem eigenen Garten, greifen wir dann auch begeistert zu. Und bei dem besonders milden Pecorino fangen wir an zu bedauern, dass wir bereits so viel gegessen haben.


Was jedoch die sardischen Süßigkeiten angeht, so ist Zurückhaltung hier durchaus angebracht. Die in dünnem, bunten Papier eingewickelten, wie Marzipan aussehenden Kugeln bestehen scheinbar aus reinem Zucker und sind steinhart. Selbst ich als großer Freund von allem Süßen habe mich mehr auf den caffe ristritto, einen besonders starken Espresso konzentriert und war erst bei dem das Essen abschließenden Mirto wieder zu wahren Begeisterungsstürmen zu bewegen.
Sardische Gastfreundschaft wäre jedoch nicht das, was sie ist, wenn Rosa uns nicht zum Abschied noch ein Päckchen in die Hand drücken würde: Sie hat uns die restlichen frittierten Zucchiniblüten eingepackt und mit vollen Händen die ja eigentlich von uns bewusst verschmähten Süßigkeiten hinzu gegeben. Sie ist einfach ein Engel. Nächstes Jahr müssen wir uns unbedingt für diesen herrlichen Abend revanchieren!!

 

Quelle: pairola-media (Vanessa Hanfland)


 
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