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''Stadt der Mosaike'' - Mabada
Veröffentlicht am Freitag, 27.August 2004 um 06:00 Uhr
Thema: Arabien Reisen
Jordanien ist ein junges Land mit alter Geschichte und zugleich eine viel bereiste Brücke zwischen Meer und Wüste. In jordanischer Erde verbergen sich ungeahnte Kulturschätze, darunter bezaubernd schöne Mosaike aus der Zeit der Römer, der Byzantiner und der frühislamischen Periode.

Jordanien_Mabada_Mosaik
Mosaiklandkarte des heiligen Landes. Foto: FVA Jordanien
Folgt man von der jordanischen Hauptstadt Amman aus der alten Königsstraße nach Süden erreicht man nach einer etwa halbstündigen Fahrt die Kleinstadt Madaba. Über die Grenzen Jordaniens hinaus ist Madaba als "Stadt der Mosaike" bekannt. Die meisten dieser lange verschütteten und deshalb oft erstaunlich gut erhaltenen Meisterwerke sind über 1400 Jahre alt. Madaba selbst ist seit rund 4500 Jahren bewohnt. Schon im Alten Testament wird die Stadt Medeba im Reich der Moabiter erwähnt (4. Buch Moses 21, 30 und Josua 13, 9-16). Auch auf der berühmten Moabiter Stele, die 850 v. Chr. vom Moabiterkönig Mesha errichtet wurde, um seine zahllosen Siege zu feiern, erscheint der Name der Stadt. Nach moabitischer und nabatäischer Herrschaft wurde Madaba zur Zeit Kaiser Trajans 106 n. Chr. Teil der römischen Provinz Arabia.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. verbreitete sich die christliche Religion schnell in Arabia und nach einer Zeit der Verfolgung wurde ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. das Christentum die vorherrschende Religion im römischen Reich. Im 5. Jahrhundert wurde Madaba sogar Bischofssitz und zahlreiche Kirchen wurden im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. erbaut. Seiner religiösen und politischen Bedeutung angemessen wurde Madaba schon seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. Ziel von Besuchern und Pilgern aus aller Welt. Nicht zuletzt wegen des nahegelegenen Berg Nebo, von dem Moses das gelobte Land erblickte, und aufgrund der Nähe zu Bethanien östlich des Jordans, der Wirkungsstätte von Johannes dem Täufer und dem Ort der Taufe Jesu, war Madaba ein Zentrum des christlichen Glaubens.
Heute ist Madaba besonders für seine wunderbare byzantinische Mosaiklandkarte aus dem 6. Jahrhundert n. Chr., die das gesamte Heilige Land mit Jerusalem als Mittelpunkt sowie zahlreiche Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigt, bekannt. Die Landkarte wurde 1896 entdeckt. Sie hatte ehemals eine Größe von 25 mal 5 Metern und wurde aus zwei Millionen Mosaiksteinen gelegt. Noch heute schmückt sie den Fußboden der St. Georgs Kirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde Madabas.

Die Mosaiklandkarte ist Madabas bekanntester Schatz aber bei weitem nicht der einzige. Nur einen fünfminütigen Spaziergang von der St. Georgs Kirche entfernt liegt der Madaba Archaeological Park im Zentrum der Stadt. Beeindruckende Kirchen- und Hausmosaike aus der späten byzantinischen Epoche und der frühen islamischen Periode können im Park bequem von Pilgern, Gelehrten und Touristen besucht werden.

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Mosaiklandkarte des heiligen Landes. Foto: FVA Jordanien
Das bisher älteste in Jordanien gefundene Mosaik wird hier ausgestellt. Es stammt aus den Bädern des Herodes-Palastes von Mukawir (weiter südlich an der Königsstraße gelegen) und wurde im 1. Jahrhundert vor Christus erschaffen.

Weitere bedeutende Mosaike im Park stammen aus der Kirche der Jungfrau und aus den Hippolytus-Hallen, einem reichen byzantinischen Privathaus. Weitere Höhepunkte sind die Mosaike in dem 1985 entdeckten sogenannten ausgebrannten Palast, einem weiteren Wohnhaus aus byzantinischer Zeit, in der Kirche der Sunna Familie und in der Märtyrerkirche. Der gesamte Park ist bis auf die Kirche der Jungfrau und die Hippolytus-Hallen nicht überdacht.

Der Madaba Archaeological Park wurde als eine stille Oase alter Kultur und Kunst im Zentrum einer modernen jordanischen Stadt konzipiert. Der Park umschließt Kirchen und Gebäude aus dem 5. bis 7. Jahrhundert n. Chr., die die alte Kolonnadenstraße des römischen Madaba flankierten. Das umgrenzte Gebiet erlaubt den Besuchern in Ruhe auf den antiken Straßen zu spazieren und Mosaike an ihren ursprünglichen Plätzen mitsamt anderen Mosaiken, die in der Nähe Madabas ausgegraben wurden und nun an den Mauern des Parks hängen, zu entdecken.

Weitere Ausgrabungen im südlichen Madaba führten zur Entdeckung der Kathedrale, der Kirche des Heiligen Theodorus, der Apostelkirche, der Jahreszeiten-Villa, der Archilles-Villa, der Villa der Bacchusprozession, der Paradies-Villa und der Kapelle der Twal-Familie. Die meist blumigen Namen der archäologischen Stätten leiten sich von den dort gefundenen farbenprächtigen Mosaiken her, die jetzt im Madaba Archaeological Museum ausgestellt werden.
Jordanien_Mabada_Mosaikboden
Mosaikboden in Mabada. Foto: FVA Jordanien
1806 besuchte der deutsche Forscher Ulrich Jasper Seetzen, der die Ruinen der römischen Dekapolisstadt Jerash entdeckte, Madaba. Einige Jahre später folgte ihm Johann Ludwig Burckhardt, der Entdecker Petras. Madaba wurde als archäologisch interessant angesehen, Ausgrabungen wurden aber keine vorgenommen. Erst mit der Bekanntgabe der Entdeckung der Mosaiklandkarte des Heiligen Landes im Jahre 1897 begannen Archäologen aus aller Welt mit den Grabungen in Madaba.

Wirklich systematische Ausgrabungen und Restaurationen begannen in Madaba in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zuletzt war es in erster Linie das Franciscan Biblical Institut in Jordan, das in den letzten 25 Jahren unter der Leitung von Dr. Michele Piccirillo und in Kooperation mit der jordanischen Behörde für Antiquitäten, Ausgrabungen fortführte. Der Madaba Archaeological Park ist dabei Teil eines größeren Projektes, dessen Ziel es ist, Madabas archäologische Schätze zu sichern, auszustellen und gleichzeitig Fachwissen über das Mosaikkunsthandwerk in Jordanien zu fördern. So wurde 1992 in Madaba eine Mosaikschule eröffnet, die junge Frauen und Männer in der Handwerkskunst ausbildet. Viele Absolventen der Schule haben bereits dazu beigetragen, daß das einzigartige Kulturerbe der Stadt und der Region bewahrt werden konnte.

Neben den Mosaiken verfügt Madaba über die freundliche Atmosphäre einer Kleinstadt. Viele Restaurants, einige sind in originale Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert integriert, Handwerksstätten, Souvenir- und Buchläden und einige kleine Hotels und Motels laden zu kurzen und längeren Aufenthalten in der Stadt der Mosaike ein.
FVA Jordanien / pairola-media.com


 
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