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| Was lange währt, wird endlich gut: Mit der Unterschrift von Regierungschef Putin bekommen Fährschifftouristen eine 72-stündige Visafreiheit in Russland. Das wurde auch Zeit, denn die Pflicht für Benutzer von Fährschiffen, sich auch für Kurzaufenthalte in Russland ein Visum beschaffen zu müssen, war schon immer für jeden Reisenden mehr als lästig. Für St. Petersburg zum Beispiel war dies bis jetzt die fast vollständige Isolation vom Fährverkehr auf der Ostsee. |
An diesem Zustand scheiterte auch der vorerst letzte Versuch im Herbst 2008, eine Fährverbindung zwischen St. Petersburg und Helsinki aufrecht zu erhalten, Profitieren werden von den neuen Visabestimmungen vor allem Kaliningrad und natürlich St. Petersburg. Laut Anatoli Jarotschkin, Chef der Russischen Tourismusbehörde, sei die Entscheidung, auf die die Branche so lange gewartet hat, „eine echte Antikrisenmaßnahme“. Nun könne die Zahl der Besucher, die per Fähre nach Kaliningrad und St. Petersburg kommen, von 500.000 auf über eine Million pro Jahr ansteigen. Beide Städte werden vor allem von Kurz- und Wochenenden-Ausflüglern aus Skandinavien frequentiert.
Entscheidend ist jedoch: Nun bekommen Fährtouristen dieselben Vorzüge, wie sie Kreuzfahrtteilnehmer schon lange haben: 72 Stunden visafreien Aufenthalt in Russland.
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