|
| Zahlreiche Kirchen im Troodos-Gebirge sind als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. - Die Kirche als Bilderbuch: In den Bergen wandeln Urlauber auf den Spuren der byzantinischen Ikonen. Besonders empfehlenswert ist der Besuch der Gotteshäuser Agio Nikolaos tis Stegis und Panagia tis Asinou. |
Das Troodos-Gebirge bietet Urlaubern vielerorts Gelegenheit zum Studium byzantinischer Kunst: In zahlreichen gut erhaltenen Kirchen stoßen Kulturinteressierte auf farbenreiche Fresko-Wandmalereien aus byzantinischer Zeit. Zehn der im Troodos-Gebirge befindlichen Kirchen sind als UNESCO Weltkulturerbe ausgewiesen.
So zum Beispiel ist die Stiftskirche Agio Nikolaos tis Stegis (übersetzt: „Heiliger Nikolaus vom Dach“) in der Nähe des unter Denkmalschutz stehenden Dorfes Kakopetria im Solea Tal bekannt für ihre künstlerisch anspruchsvollen Fresken aus dem 11. Jahrhundert. Sie zeigen fest in der byzantinischen Sakralbilderwelt verankerte Motive aus dem Zwölffestezyklus mit den wichtigsten Stationen aus dem Leben Jesu, wie die Auferweckung des Lazarus und die Entschlafung Marias. Eindrucksvoll sind darüber hinaus die überlebensgroßen Fresken des Heiligen Georg und des Heiligen Theodor. Die Kirche ist in dem für das Troodos-Gebirge typischen Scheunen-Stil erbaut: Zum Schutz gegen Schnee und Stürme ist sie mit einem Satteldach aus Ziegeln bedeckt. Die Kirche ist täglich zwischen 9 und 16 Uhr und sonntags ab 11 Uhr für Besucher geöffnet.
Im Süden des Dorfes Nikitari liegt die 1099 als Kloster gegründete Kirche Panagia Forviótissa besser bekannt unter dem Namen Panagia tis Asinou. Sie ist vollständig mit Wandmalereien ausgeschmückt und zählt zu den bedeutendsten Kirchen auf Zypern. Die ältesten Bildmotive geprägt von der vorherrschenden Kunstrichtung der Komnenen, einer byzantinischen Kaiserdynastie, stammen aus dem 10. Jahrhundert. Sehenswert sind die 40 Märtyrer von Sebasteia und die Auferstehungsszene Christi über dem Allerheiligsten.
Das Fresko des Stifters Nekeforos, der Maria ein Modell der Kirche überreicht, belegt, dass die Kirche von Anfang an mit einem dem Tonnengewölbe übergestülpten Satteldach ausgestattet war. Täglich von 9 bis 16.30 Uhr und sonntags ab 10 Uhr öffnet die Kirche ihre Pforten für Besucher.
|